Internetanschluss© Pavel Morozov / Fotolia.com
VDSL

VDSL ist die Abkürzung für Very High Speed Digital Subscriber Line. Früher wurde dieser "Monstername" mit VHDSL abgekürzt, doch ist diese Bezeichnung mittlerweile veraltet. Auch die Bezeichnung BDSL ("Broadband Digital Subscriber Line") ist überholt.

VDSL: Downstream-Raten von über 50 Mbit/s

Mit VDSL - kurz für Very High Speed Digital Subscriber Line - kann man sehr viel schneller Surfen als mit herkömmlichen DSL. Bis zu 50 Mbit/s im Downstream sind bei Highspeed-Internet drin. Wie bei ADSL auch handelt es sich bei VDSL dabei um eine asymmetrische Technologie, d.h. die Downstream-Raten sind stets schneller als die Upstream-Raten.

Die VDSL-Technik erziehlt höhere Datenübertragungsraten über die herkömmlichen Telefonleitungen als über DSL und liefert auch deutlich bessere Werte als zum Beispiel ADSL2+. Aktuell gibt es zwei Standards bei VDSL, die beide von der Internationalen Fernmeldeunion festgelegt wurden. Das sind VDSL1 (ITU-T G.993.1) und VDSL2 (ITU-T G.993.2).

LaptopVDSL ermöglicht es nicht nur über die Telefonleitung mit Highspeed zu surfen, auch fernsehen via IP ist mit den schnellen Anschlüssen möglich.© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Beim VDSL-Speed kommt es auf die Entfernung an

Beim VDSL1-Standard sind maximale Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 52 Megabit in der Sekunde möglich. Allerdings sinken die Datenraten, je weiter die Anschlussleitung entfernt ist. Ist der Anschluss beispielsweise 900 Meter von der Vermittlungsstelle entfernt, so ist die Übertragungsgeschwindigkeit nur noch halb so groß. Im Bereich von zwei Kilometern Entfernung sind gar nur noch Geschwindigkeiten auf dem Niveau von ADSL möglich.

Aus diesem Grund sollte die Entfernung möglichst klein gehalten werden. VDSL wird deshalb meist in größeren Städten angeboten, wo die Bevölkerungsdichte hoch ist - oder aber dort, wo die Nachfrage groß ist. So hat beispielsweise die Telekom für ihren Highspeed-Netzausbau vielfach eine Mindestzahl an Vorbestellungen fixiert, bei deren Erreichen der Ausbau dann gestartet wird.

Der VDSL2-Standard hat das Discrete-Multitone-Verfahren als Basis. Bei einer 30-Megahertz-Grenzfrequenz-Datenübertragungsrate sind bis zu 200 Megabit in der Sekunde möglich. Anders als VDSL1, das bis heute weltweit nicht die große Beachtung findet, kann sich der Nachfolgestandard immer mehr durchsetzen. Das Ziel bei der Entwicklung war, dass so genannte "Triple-Play-Dienste" angeboten werden können. Damit ist die Kombination von Telefondiensten, Breitbandinternet und Fernsehen über IP (IPTV) gemeint, wie sie zum Beispiel Vodafone und die Telekom mit ihrem Internetfernsehen zusätzlich zu Telefonie und Internet bieten.

netCologneDer Ausbau von VDSL ist kostspielig und kommt daher nur langsam voran.

Der VDSL-Ausbau ist kostspielig

Über VDSL ist Fernsehen in HD-Qualität möglich, ebenso sind professionelle Internetverbindungen etwa für Heimarbeitsplätze oder im Gesundheitswesen machbar. Das gilt ebenfalls für Anbindungen via Glasfaser. Zwar bauen die Anbieter beide Standards weiter aus, doch die Kosten für die Erschließung sind hoch, weshalb auf die Refinanzierung ein größeres Augenmerk gelegt wird als früher. So gibt es zunehmend auch gemeinsame Projekte der Infrastrukturanbieter, um die Kosten möglichst niedrig zu halten. Aufgrund der hohen Kosten geht der Ausbau von VDSL (oder auch Glasfaser) hierzulande eher langsam voran. Steigen die Nachfrage und der Bandbreitenhunger weiter, werden künftig häufiger als bisher auch kleinere Ortschaften an das Highspeed-Netz angebunden - vorausgesetzt, genügend Menschen sind interessiert.

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