Thermographie© Ingo Bartussek / Fotolia.com
Thermografie

Das Thermografie-Verfahren macht Unsichtbares sichtbar. Wo das Gebäude am meisten Wärme abgibt und wo es gut isoliert ist, sieht der Mensch mit dem bloßen Auge nicht - eine spezielle Kamera dagegen schon. Wie genau Thermografie funktioniert und für was sie eingesetzt werden kann, lesen Sie hier.

Thermografie macht Wärmeverlust sichtbar

Bei einer Thermographie werden Bilder erstellt, welche die Temperatur des abgebildeten Motivs darstellen. So lassen sich beispielsweise über Thermografie Schwachstellen in der Gebäudeisolation feststellen oder medizinische Erkenntnisse gewinnen. Für die Thermografie werden Wärmebildkameras genutzt, die elektromagnetische Strahlung, welche je nach Wärme der fotografierten Region anders ausfällt, in verschiedenen Farben dargestellt.

Gebäude EnergiepassThermografieaufnahmen zeigen Schwachstellen in der Wärmedämmung und Isolierung von Häusern auf.© Gina Sanders / Fotolia.com

Anhand dieser Farben kann man schließlich eine Aussage darüber treffen, wo beispielsweise Energie verloren geht oder wo der Körper nicht genügend durchblutet wird.

Thermografie bei Häusern

Wenn die Heizrechnung horrend hoch ist und es trotzdem nicht warm im Gebäude wird, sollte man sich mit der Isolierung des Hauses beschäftigen. Natürlich könnte man nun das gesamte Gebäude neu isolieren und bessere Fenster einbauen lassen, allerdings würde dies sehr hohe Kosten verursachen und ist möglicherweise gar nicht nötig.

Am kostengünstigsten und schlausten ist es, gezielt nachzubessern – nämlich dort, wo am meisten Wärme verloren geht. Und diese Stellen lassen sich am besten über eine Thermografie auffinden. Für die Thermografie kann man Firmen beauftragen, die das Haus thermografisch analysieren und Ihnen die Schwachstellen aufzeigen.

Wann eine Thermografie durchführen?

Möchte man seine Gebäude auf mögliche Schwachpunkte in der Isolierung testen, so bietet sich die kalte Jahreszeit am meisten an. Hier ist die Außentemperatur niedrig, sodass das Haus in der Regel beheizt wird. Sprich: Der Temperaturunterschied zwischen außen und innen ist größtmöglich. Auch sollte vor einer Thermografie die Sonne das Haus nicht erwärmt haben, da dies die Aufnahmen verfälschen würde. Unter diesen Bedingungen kommen die besten thermografischen Bilder zustande, die auch wirklich jede kleine Lücke aufzeigen.

WärmebildErhöhte Wärmeabstrahlungen werden auf Thermografiebildern in rot oder gelb dargestellt.© electriceye / Fotolia.com

Thermografische Bilder verstehen

Die entstandenen Bilder sind in der Regel auch von einem Laien aufgrund ihrer Anschaulichkeit einfach zu verstehen. So befindet sich auf den Bildern auch meist eine Legende, welche angibt, welche Farbe für welche Temperatur steht. In den meisten Fällen verhält es sich bei thermografischen Aufnahmen von Gebäuden so, dass die Stellen, an denen die meiste Wärme nach außen hin entweicht, rot dargestellt werden und gut isolierte Stellen blau.

Weitere Einsatzorte der Thermografie

Neben der Gebäudeanalystik wird die Thermografie auch bei Menschen und Tieren eingesetzt. So lassen sich in der Medizin verschiedene Dinge erkennen, wie zum Beispiel schlecht oder gut durchblutete Regionen. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Industrie, in der man beispielsweise wärmempfindliche Bauteile überwachen kann.

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