Erdölförderung© Paul Fleet / Fotolia.com
OPEC

Die OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries), zu deutsch die "Organisation der Erdöl exportierenden Länder", bestimmt maßgeblich über den Preis von Öl und die geförderten Mengen. Die OPEC-Mitglieder besitzen drei Viertel aller Erdölreserven.

OPEC: Zusammenschluss der Erdöl-Exportländer

OPEC ist, wie der Name schon sagt, ein Zusammenschluss einiger erdölfördernder Länder, der seinen Sitz in Wien hat. Die Mitglieder treffen sich zwei Mal jährlich und sind Länder wie der Irak, Iran, Saudi-Arabien, Algerien und Libyen. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, möglichst einheitliche Preise für das exportierte Erdöl zu erzielen und verständigen sich daher über Preise und Förderquoten. Die OPEC-Mitglieder verfügen über drei Viertel aller Erdölreserven und liefern derzeit rund vierzig Prozent des Rohöls.

Schwankender Einfluss der OPEC-Länder

Die OPEC wurde 1960 im Irak ins Leben gerufen. Fünf Staaten schlossen sich anfänglich zu einer Art Schutzorganisation gegen die Ölkonzerne zusammen, um bessere Rohölpreise aushandeln zu können. Später kamen noch weitere Länder dazu. Anfänglich nur mit wenig Gewicht ausgestattet, änderte dies sich während der Öl-Krisen in den Siebzigerjahren. Die OPEC-Länder hatten rund 55 Prozent des Weltbedarfes an Rohöl unter sich und andere Teile verweigerten Öllieferungen. Innerhalb von zehn Jahren steigerte man den Preis von rund zwei US-Dollar pro Barrel (etwa 159 Liter) auf über 30 US-Dollar.

Seit den Achtzigerjahren versuchen sich die Industriestaaten von den OPEC-Ländern zu lösen und greifen vermehrt auf Nicht-OPEC-Mitglieder beim Rohöleinkauf zurück.

Steigende Preise

Durch den geschichtlichen Verlauf gewannen die OPEC-Länder also immer mehr an Macht. Heute sind sie maßgeblich am Preis des Öls beteiligt. Wir bemerken dies vor allen Dingen immer wieder, wenn wir an die Tankstelle fahren: Die Preise klettern beständig in die Höhe.

Die Preissteigerung ist darin zu begründen, dass die OPEC-Länder seit den 80er Jahren ihre Fördermengen reduzieren, um länger aus dem Rohölreserven schöpfen zu können. Weitere Anreize zur Preissteigerung waren Kriege und Naturkatastrophen. Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Ölpreise stark beeinflusst, ist China. In den frühen Neunzigerjahren exportierte China mehr Öl als es einführte, in den späten Neunzigern kehrte sich dieses Verhältnis jedoch um. So haben die OPEC-Länder einen weiteren kaufkräftigen Abnehmer an der Hand.

Zu hohe Preise fordern zu alternativen Wegen auf

Durch die hohen Rohölpreise und vor allen Dingen durch die Abhängigkeit von den OPEC-Ländern beginnt man in vielen Ländern umzudenken und nach alternativen Energiequellen zu suchen. Man möchte die Abhängigkeit auf ein Minimum senken und forscht aus diesem Grund an Hybridmotoren und anderen alternativen Antrieben, um den Benzin- und Dieselverbrauch zu verringern. Auch in der Stromproduktion ist eine Tendenz hin zu alternativen Energieträgern und weg von fossilen Brennstoffen zu verzeichnen.

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