Erdölförderung© TebNad / Fotolia.com
Ölpreisbindung

Ölpreisbindung ist kurz gesagt die Kopplung von Gas- und Ölpreisen. Diese Verknüpfung ist seit den 60er Jahren üblich, wobei sich der Gaspreis an der Entwicklung der geltenden Ölpreisen orientiert und variabel von den Versorgern anpasst wird. Der Gaspreis läuft also den Ölpreisen nach.

Ölpreisbindung verliert an Bedeutung

Bei der Ölpreisbindung handelt es sich um ein Abkommen zwischen Gasproduzenten und Gasversorgern. Die Preisanpassungen geschehen im monatlichen, viertel- oder halbjährlichen Rhythmus. Seit 2010 ist vorgeschrieben, dass die Gaspreise nicht mehr ohne weiteres an die Ölpreise gekoppelt werden dürfen. Auch andere Marktfaktoren müssen bei der Preisbildung berücksichtigt werden. Aus diesem Grund entfernen sich die Preise von Öl und Gas wieder weiter voneinander.

Was bringt die Ölpreisbindung den Anbietern?

Durch die Ölpreisbindung sollen die hohen Kosten der Anbieter bezüglich der Erdgasförderung gedeckt werden. Die Konkurrenz beider Brennstoffe wird somit "gezähmt". Auch soll diese Bindung vor zu starken Preisschwankungen schützen. Zudem befürchteten in der Gründerzeit die Gasproduzenten, welche gleichzeitig Ölförderer waren, dass das neu auf den Markt kommende Gas die Nachfrage nach Öl schwächen würde. Um dies zu verhindern koppelte man beide Preise, sodass die Preisentwicklung abschätzbar wurde. So erhielten die Produzenten eine gewisse finanzielle Sicherheit.

Bedeutungsverlust der Preisbindung

Schon lange steht die Verknüpfung von Öl- und Gaspreis bei Verbraucherschützern und Fachleuten in der Kritik. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Problematik der unflexiblen Preise. So sind besonders Preisanpassungen nach unten kaum möglich, die Preisanpassungen seien zudem schwer nachvollziehbar. Der Beschluss von 2010, der besagt, dass die Gaspreise nicht mehr alleine von denen des Öls abhängig gemacht werden dürfen, zeigt Wirkung. Beide Preise gehen immer mehr auseinander und die Ölpreisbindung verliert zunehmend an Bedeutung. Vor allem kann sich ein Anstieg der Rohölpreise nicht mehr ohne Weiteres durch Anpassungen auf den Verbraucher auswirken.

Folgen der nachlassenden Ölpreisbindung

Der Angebotsdruck am Markt nimmt dank der Entkopplung wieder zu. Altverträge werden aus diesem Grund neu verhandelt und Produzenten müssen oft bedeutende Nachlässe zusprechen. Versorger verhandeln aktiv mit den Produzenten über die Preise, der Verbraucher bemerkt davon auf seiner Rechnung jedoch nichts. Im Gegenteil - der Gaspreis steigt weiterhin. Dies rechtfertigen die Versorger mit steigenden Gesamtkosten, zudem seien Verluste aus den vergangenen Jahren zu decken.

Tarifvergleich

Gaspreisvergleich

Wer den Gasanbieter wechseln möchte, nutzt am beisten unseren Gaspreisrechner, um einen günstigen Anbieter in der Region zu finden. Bei vielen Anbietern kann man direkt online wechseln.

Gasvergleich

Kündigung

Gas kündigen

Seinen bestehenden Gasvertrag muss man beim Wechsel nicht selbst kündigen. Ausnahme sind Sonderkündigungen, etwa nach Preiserhöhungen. Was man bei der Gas Kündigung beachten sollte.

Gas Kündigung

Gasherd

Gasanbieter wechseln

Ein Gasanbieterwechsel ist ganz bequem über Internet möglich. Das Kündigungsprozedere übernimmt in vielen Fällen der neue Anbieter. Wir erklären, wie der Gasanbieterwechsel Schritt für Schritt funktioniert.

Gasanbieter wechseln

Aktuelle Nachrichten
  • Erdöl Transport

    Nord Stream 2: Billfinger zieht sich nach US-Sanktionen zurück

    Wegen der Beteiligung am Bau von Nord Stream 2 hat die US-Regierung erstmals ihre Sanktionsdrohungen wahrgemacht. Betroffen ist ein Schiff eines russischen Unternehmens. Einem Zeitungsbericht zufolge soll sich die Firma Bilfinger daraufhin aus dem Projekt zurückgezogen haben.

  • Strom- und Gaspreise

    260 Gasversorger kündigen Preiserhöhungen an

    Hunderte Gasversorger wollen zum Jahreswechsel die Preise hochschrauben. Im Schnitt steigen die Kosten um 6,7 Prozent, in einigen Städten sind es sogar über zehn Prozent, berichtet das Vergleichsportal Verivox.

  • Taschenrechner

    Netzagentur: Gaskunden sparen rund 240 Euro beim Anbieterwechsel

    Gaskunden zahlen in der Grundversorgung erheblich drauf. Das zeigt der aktuelle Monitoringbericht der Bundenetzagentur. Die Preisunterschiede zu alternativen Versorgern sind demnach erheblich. Ähnliches gilt auch für Stromkunden.

  • Strom- und Gaspreise

    Gaspreis im Vergleich: Deutschland im Mittelfeld

    Der Gaspreis liegt in Deutschland unter dem Durchschnittspreis in der EU. Das soll den Experten von Verivox zufolge auch 2021 nach der Einführung des CO2-Preises so bleiben. Dennoch wird es für die Deutschen erheblich teurer.

  • Gaspreis

    Service und Preis: Institut testet Gasanbieter

    Wer zu einem alternativen Gasanbieter wechselt, kann gegenüber der Grundversorgung rund 35 Prozent an Kosten sparen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Service-Qualität, das 37 Gasversorger getestet hat.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.

Cookie-Einstellungen

Top