Benzinpreise© Maria.P / Fotolia.com
Ökosteuer

Die Ökosteuer gibt es nun schon seit über einem Jahrzehnt. Mit dem Begriff werden mehrere Maßnahmen bezeichnet, die sowohl Geld in die Kassen spülen als auch einen effizienteren Umgang mit Ressourcen bewirken sollen.

Was aus der Ökosteuer geworden ist

Die erste Ökosteuer wurde im Jahr 1999 beschlossen und von der damaligen Regierung hoch gepriesen. Heute gibt es nicht mehr nur eine einzige Ökosteuer, sondern zahlreiche Ansätze, die man allgemein mit dem Begriff "Ökosteuer" bezeichnet. Die Idee hinter solchen Steuern ist es, umweltschädliches Handeln, wie beispielsweise einen hohen Kraftstoffverbrauch, zu verteuern. So gibt es beispielsweise eine Co2-Steuer, die Benzin und Wasserabgabesteuer.

Man hoffte bei der Einführung, dass durch die Ökosteuer der Umgang mit unseren Ressourcen umsichtiger werden würde und hatte den netten Nebeneffekt, dass dem Staat durch die Ökosteuer mehr Geld zur Verfügung steht. Dieses Geld sollte jedoch nicht in der Staatskasse bleiben, sondern man beschloss, die Einnahmen aus der Ökosteuer in die Rentenkasse zu legen.

Ökosteuer fasst mehre Steuern zusammen

Hinter dem Begriff "Ökosteuer" im heutigen Sprachgebrauch verbergen sich mehrere Maßnahmen. So gibt es beispielsweise Abgassteuern, welche den Ausstoß von Treibhausgasen verhindert sollen. Auch über Steuern auf Inlandsflüge möchte man den Schadstoffausstoß vermindern. Neben diesen Steuern gibt es jedoch auch die sogenannten Lenkungssteuern, zu denen beispielsweise die Benzinsteuer oder die Abwasser- und Müllabgaben zählen. Durch die Verteuerung soll die Bevölkerung dazu angeregt werden, ihren Verbrauch zu senken.

Wo Regeln sind, sind Ausnahmen

Wie beim EEG werden auch bei den Ökosteuern energieintensive Unternehmen entlastet, um den internationalen Wettbewerb sicher zu stellen. Im Gegenzug dazu verpflichteten sich die betroffenen Unternehmen, ihre Anlagen und Firmen energieeffizienter zu gestalten. Hart kritisiert wird diese Behandlung nicht nur von Umweltschutzverbänden und den Grünen, sondern auch von der Bevölkerung, die die Steuern anteilsmäßig für die Unternehmen mitzahlt.

Ist die Ökosteuer zielführend?

Über die Ökosteuern hat der Staat rund 18 Milliarden Euro mehr im Jahr – und diese wandern in die Rentenkasse. Vom Prinzip her gar nicht mal so schlecht. Und auch für die Grundidee, nämlich der, den Kunden für seinen Verbrauch zu sensibilisieren, scheint es Fortschritte zu geben. So merken die Grünen zehn Jahre nach Beschluss der Ökosteuer an, dass der Schadstoffausschuss im Verkehr sich um zehn Prozent verringert hätte und Lohnnebenkosten rund 1,7 Prozent geringer ausfielen als ohne die Ökosteuer.

Aktuelle Nachrichten zum Thema
  • Ölbohrung

    BP: Stetig steigende Ölnachfrage ist endgültig beendet

    Der Ölkonzern BP sieht den Gipfel der Nachfrage nach Öl erreicht. In den kommenden Jahren werde die Nachfrage stattdessen stagnieren. Die Welt verabschiede sich immer mehr von fossilen Brennstoffen.

  • Autobahn

    "Autogipfel": Keine Kaufzuschüsse für Verbrenner-Autos

    Der jüngste "Autogipfel" endete mit vielen offenen Fragen. Für den Ausbau der Ladenetze etwa wird es ein gesondertes Treffen geben. Beschlüsse gab es hinsichtlich der Digitalisierung und dem autonomen Fahren. Kaufzuschüsse für Verbrenner wird es wohl nicht geben.

  • Elektrofahrzeug

    E-Auto: Digitaler Datenaustausch soll Förderantrag leichter machen

    Elektroautos werden von der Bundesregierung gefördert. Bei der Antragstellung für den sogenannten Umweltbonus sollen es Käufer künftig leichter haben. Außerdem sollen sie schnell an das Geld rankommen.

  • Stromkosten

    Verivox: Hartz-IV-Satz reicht für Stromkosten nicht aus

    Für die Stromkosten wird innerhalb des Hartz-IV-Satzes regelmäßig ein Anteil für diese Kosten neu berechnet. Die Tarifexperten von Verivox kritisieren, dass der ausgezahlte Betrag und die tatsächlichen Kosten weit auseinanderliegen.

  • Elektroauto

    Studie: E-Autos kosten weiter mehr in der Herstellung

    Elektroautos bleiben in der Herstellung weiter teurer als klassische Verbrenner, so eine Studie. Demnach zahlen Autobauer rund 4.500 Euro bei der Produktion eines E-Autos drauf. Bei den Gesamtkosten kann sich ein E-Auto für Käufer bereits heute lohnen.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.

Cookie-Einstellungen

Top