Heizung© Eisenhans / Fotolia.com
Nachtspeicherheizung

Früher galt sie als günstige und saubere Alternative zu rußigen Kohleöfen, doch seitdem die Strompreise immens gestiegen sind, gilt die Nachtspeicherheizung für viele als Auslaufmodell.

Nachtspeicherheizung: Alternative Stromanbieter nehmen zu

Nach wie vor steht sie in vielen gerade älteren Wohneinheiten: die Nachtspeicherheizung. Nachdem in den Wirtschaftswunderjahren nach dem zweiten Weltkrieg immer mehr Kohleöfen aus den Häusern verschwanden, wurde die Nachtspeicherheizung als großartige und vor allem viel sauberere Alternative geradezu in den Himmel gehoben. Bedenkt man die damaligen Zeiten, ist das sogar verständlich, denn Strom war billig, und die neuen Heizungen funktionierten einfach über die Steckdose, ohne dass man Kohleeimer schleppen oder Holz holen musste.

Die Nachtspeicherheizung ist umweltfeindlich

Inzwischen sieht man die Materie Nachtspeicherheizung allerdings grundlegend anders. Zum einen sind in den vergangenen Jahrzehnten die Strompreise stetig gestiegen, zum anderen gibt es inzwischen viele Heizarten, die deutlich effektiver und auch umweltfreundlicher sind. Zwar ist die Nachtspeicherheizung so angelegt, dass sie dann Strom beziehen soll, wenn dieser günstiger ist, also zu den Schwachlastzeiten nachts. Doch mittlerweile beziehen immer mehr Besitzer einer Nachtspeicherheizung gar keinen Zweitarifstrom mehr, sondern "ganz normalen" Strom.

Die Preisunterschiede sind nicht mehr so deutlich wie noch vor einigen Jahren, und der Wettbewerb und damit die Auswahl ist größer, wenn man auch normale Tarife berücksichtigt. Immerhin bieten einige alternative Anbieter ebenfalls spezielle Nachtstromtarife an, sodass man auch hier auf die Suche gehen kann.

Die Nachtspeicherheizung und die gekippte Deadline

Weiterhin war der Nachtspeicherheizung, auch wenn sie nicht verboten wurde, schon eine Deadline gegeben worden. Wegen der hohen CO2-Belastung hatte die Bundesregierung beschlossen, dass jede Nachtspeicherheizung, die vor 1990 in Betrieb gegangen ist, nach dem Jahr 2019 nicht mehr betrieben werden darf. Später aufgebaute oder teilweise erneuerte Stromheizungen dieser Art haben eine Gnadenfrist von 30 Jahren nach dem Tag ihrer Aufstellung erhalten. So oder so, das Verbot wurde wieder gekippt, sodass noch etliche Öfen eine Weile am Netz bleiben dürften.

Alternative Stromanbieter für die Nachtspeicherheizung

Auch bei Heizstrom - also speziellen Tarifen für Nachtspeicherheizungen - haben Verbraucher mittlerweile die Möglichkeit, den Stromanbieter zu wechseln. Unser Tarifvergleich findet günstige Angebote für Nachtspeicherstrom.

Stromtarife für Nachtspeicherheizungen

Was für eine Heizung haben Sie?

Haben Sie einen eigenen Zähler für Heizstrom?

Wie wird der Heizstrom gemessen?

Postleitzahl und Verbrauch pro Jahr?

Aktuelle Nachrichten zum Thema
  • Strompreis

    Umlagen und Handelspreise sinken: Strom bleibt teuer

    Strom ist in Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Ländern teuer. Und daran ändert sich wohl auch im kommenden Jahr nichts, obwohl staatliche Umlagen und die Beschaffungspreise für die Stromhändler sinken.

  • Lichterkette

    Zeitung: Bei Billig-Lichterketten droht tödlicher Stromschlag

    Bei neuen Lichterketten sollte der Preis nicht das entscheidende Kriterium sein. Einer Zeitschrift zufolge gibt es bei den günstigeren Modellen etliche, die für den Menschen gefährlich werden können. Im schlimmsten Fall droht demnach sogar ein tödlicher Stromschlag.

  • Smart Meter

    Verzögerung bei der Einführung smarter Stromzähler

    Intelligente Stromzähler sollen dabei helfen, den Stromverbrauch in Deutschland zu drosseln. Deshalb werden alte Stromzähler nach und nach gegen die digitale Version ausgetauscht. Für Stromkunden mit einem geringen Verbrauch hat die Umrüstung bereits begonnen. Bei den Großkunden gibt es eine Verzögerung.

  • RWE

    RWE steigert Gewinn - bangen um Kohlemeiler

    Der Essener Energieriese RWE kann sich 2017 über eine deutlich verbesserte Bilanz gegenüber dem Vorjahr freuen. Besorgt zeigt sich Konzernchef Krebber über die politischen Pläne zur Drosselung des Kohlestroms. In Deutschland basiert der Kraftwerkspark der Firma zu 60 Prozent aus Kohlemeilern.

  • Auspuff

    Südkorea fordert Millionen-Bußgelder von Daimler, BMW und Porsche

    Gegen BMW, Daimler und Porsche wurden auch durch Südkorea Strafgelder verhängt. Die Autobauer sollen gegen Emissionsvorschriften verstoßen haben. Die höchste Strafe soll dabei BMW mit über 60,8 Milliarden Won zahlen.

Top