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Nachsendeauftrag

Zum Angebot der Deutschen Post für private und gewerbliche Kunden zählt der Nachsendeauftrag bei längerer Abwesenheit oder bei einem Umzug. Er eignet sich auch bei einer Insolvenz von Unternehmen sowie für Nachlassverwalter, um die Post des Verstorbenen weiterzuleiten.

Umzugsstress mit einem Nachsendeauftrag vermeiden

Die Nachsendung von Post, Päckchen und Paketen an eine neue Anschrift kann mit Hilfe eines Nachsendeauftrages veranlasst werden. Dazu muss der Kunde nur die neue Anschrift mitteilen - das entsprechende Formular kann er in jeder Filiale der Deutschen Post oder auch online ausfüllen. Der Auftrag gilt für jede im Formular aufgeführte Person des Haushalts. Für den Empfänger ist es dann einfacher - es verbleibt ihm genügend Zeit, alle wichtigen Partner und Freunde über einen Umzug oder über andere vorliegende Umstände zu informieren.

Auch die Abwicklung ist unkompliziert: Der Zustelldienst wirft keine Post mehr in den Briefkasten und liefert auch keine Pakete mehr aus, die Eingangssendungen erhalten einen Aufkleber mit der neuen Anschrift und werden dort zugestellt. Die Weiterleitung von Paketen und Päckchen muss im Antrag gesondert beantragt werden. Von einer Nachsendung ausgeschlossen sind Express-Sendungen und Zeitungen (Pressepost). Für das Ausland gelten noch weitere Einschränkungen.

Möchte ein Absender nicht, dass seine Post an einen Empfänger weitergeleitet wird, so muss er seine Briefe mit einer Vorausverfügung versehen. Typische Formulierungen sind dafür „Bitte nicht nachsenden“ oder „Bei Umzug mit neuer Anschrift zurück“.

Die Dauer der Nachsendung und die Kosten

Ein Nachsendeauftrag von Briefen und Paketen gilt für 6, 12 oder 24 Monate. Für die Einrichtung des Auftrags sollte man einige Tage einplanen, am besten stellen Kunden den Antrag bereits zwei bis drei Wochen vor dem geplanten Umzug. Mindestens 5 Tage vor Beginn der Nachsendung muss der Antrag aber eingereicht sein. Es empfiehlt sich, den dafür ausgestellten Beleg gut aufzuheben. Er enthält einen Nachsendecode, mit diesem ist dann auch der Nachsendeauftrag verlängert werden kann. Die Gebühren für den Nachsendeservice unterscheiden sich nach der Dauer des Auftrages und private Kunden zahlen deutlich weniger als gewerbliche. Für Päckchen und Pakete ist ein Aufpreis fällig.

Die Vor- und Nachteile beim Nachsendeauftrag der Post

Nach einem Umzug gelingt es Privatkunden und Unternehmen nicht immer sofort, tatsächlich alle Kontakte über die neue Anschrift zu informieren. Der Nachsendeservice der Deutschen Post bietet hier zuverlässig Hilfe. Er sichert die Erreichbarkeit, auch wenn es um wichtige Fristen und Termine geht, wie bei Sendungen von Behörden oder Banken. Einige Tage Zeitverlust durch die „Umleitung“ der Post müssen aber immer eingeplant werden.

Postkunden müssen heute auch daran denken, dass es inzwischen weitere Zustelldienste gibt. Für diese gilt der Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post natürlich nicht. Sie müssen bei einem Umzug gesondert informiert werden. Da kein Empfänger weiß, welcher Postdienst vom Absender ausgewählt wird, gibt es eine vollständige Sicherheit der Zustellung also nicht.

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Ein Umzug ist vor allem ein organisatorischer Kraftakt. An was muss außer dem Nachsendeautrag noch alles Gedacht werden? Unsere Umzugs-Checkliste hilft dabei, den Überblick zu bewahren.

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