Kabeltrommel© Otmar Smit / Fotolia.com
Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe stellt einen weiteren Punkt in der langen Liste dar, wie unser Strom- und Gaspreis zustande kommt. Sie ist eine Abgabe, die in die Kasse der Gemeinden fließt und hat je nach Einwohnerzahl eine andere Höhe.

Die Konzessionsabgabe als Bestandteil des Strompreises

Die Konzessionsabgabe ist eine Gebühr, die Strom- und Gasnetzbetreiber an die jeweiligen Städte bezahlen, in welchen sie ihr Strom- oder Gasnetz betreiben. Mit der Abgabe erhalten sie das Recht, auf städtischem Grund ihre Kabel und Leitungen zu verlegen. Wie hoch die Konzessionsabgabe maximal sein darf, legt eine spezielle Verordnung fest, die bindend ist. Schließlich trägt der Netzbetreiber die Konzessionsabgabe nicht selber, sondern legt sie auf seine Kunden um.

Wie hoch darf die Konzessionsabgabe sein?

Wie hoch die Konzessionsabgabe sein darf, hängt vor allem, aber nicht ausschließlich, von der Größe der Stadt ab. So ist die Konzessionsabgabe in kleinen Städten grundsätzlich geringer als die Konzessionsabgabe in großen Metropolen. Wer Nachtstrom bezieht, der erhält den Strom mit einer einwohnerunabhängigen Konzessionsabgabe. Auch wer Gas bezieht, der muss eine Konzessionsabgabe leisten. Allerdings ist diese deutlich geringer als beim Strom. Zwar ist die Abgabe auch in diesem Fall an die Einwohnerzahl der Stadt gebunden. Zudem wird für Gas, welches außer zum Kochen und zur Warmwasserbereitung auch für andere Aufgaben genutzt wird, eine vergünstigte Abgabe berechnet.

Unter bestimmten Umständen Befreiung möglich

Es wäre nicht Deutschland, wenn nicht auch eine Befreiung von der Konzessionsabgabe möglich wäre. Grundsätzlich ist dies jedoch nicht so einfach. Voraussetzung ist, dass man als Sondervertragskunde gemeldet ist, was in der Regel stromintensive Firmen sind. Als Industriekunde hat man bereits einen beachtlichen Nachlass bei der Konzessionsabgabe erhalten und eine vollständige Befreiung von der Abgabe ist nur unter bestimmten Umständen möglich.

Was ist der Grenzpreis?

So hat man den sogenannten Grenzpreis eingeführt: Dies ist der Preis, den der Stromkunde im vorletzten Kalenderjahr je Kilowattstunde gezahlt hat. Bleibt der Kunde unter diesem Grenzpreis, so kann er für ein Jahr das Aussetzen der Konzessionsabgabe beantragen. Ist das Jahr vorüber, so muss erneut geprüft werden, ob eine Befreiung von der Konzessionsabgabe in Frage kommt. Auch beim Gas hat man als Großabnehmer einen Vorteil, da die Konzessionsabgabe entfällt, wenn man im Kalenderjahr über fünf Millionen Kilowattstunden verbraucht. Eine weitere Möglichkeit zur Befreiung von der Konzessionsabgabe besteht, wenn der Durchschnittspreis fürs vergangene Jahr niedriger als der neu festgesetzte Grenzpreis war.

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