Kontoführung© M. Schuppich / Fotolia.com
Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren wurden einst für alle Girokonten erhoben, heute verzichten immer mehr Banken auf diese Gebühren und bieten kostenlose Girokonten an.

Kontoführungsgebühren für Girokonten - es geht auch ohne

Jeder Girokonto-Nutzer kann heute an Geldautomaten 24 Stunden am Tag Geld abheben und Überweisungen tätigen, am Kontoauszugsdrucker seine aktuellen Auszüge bekommen und meist noch in Filialen weitere Service-Leistungen in Anspruch nehmen. Diese Dienste kosten die Bank Geld, daher sollen Kontoführungsgebühren, die diese Kosten decken und nach Möglichkeit dem Finanzinstitut sogar Gewinne verschaffen.

Bei Kontoführungsgebühren lassen sich drei unterschiedliche Arten unterscheiden.

  • Die Fixkosten: Für ein Konto wird jedes Jahr ein Pauschalbetrag fällig.
  • Die Transaktionskosten: Die Bank berechnet pro Aktion (z.B. Überweisungen) einen bestimmten Betrag.
  • Fix- und Transaktionskosten: Auf einen bestimmten Grundbetrag kommen weitere Kosten pro Aktion. Die Kontoführungsgebühren schießen leicht in große Höhen.

Girokonten ohne Kontoführungsgebühren

Mittlerweile gibt es bei vielen Banken Angebote für Girokonten ohne Kontoführungsgebühren. Ein solches kostenloses Girokonto ist keine neue Erfindung. Viele Banken kommen gerade jungen Leuten seit Jahren mit diesem Angebot entgegen, um sie an das Finanzinstitut zu binden. Früher wurden dann aber meist Gebühren erhoben, sobald der junge Erwachsene das erste Gehalt auf das Konto überwiesen bekommt. Inzwischen gibt es aber auch mehr und mehr Finanzinstitute, die für alle Kunden Girokonten ohne Kontoführungsgebühren anbieten. Oft gibt es zu dem Konto sogar noch weitere Leistungen, beispielsweise eine kostenlose oder zumindest günstige Kreditkarte. Zu beachten ist jedoch, dass es kostenlose Girokonten meist erst ab einem bestimmten monatlichen Geldeingang gibt.

Keine Kontoführungsgebühren - wirklich kostenlos?

Girokonten ohne Kontoführungsgebühren werden vor allem von sogenannten Direktbanken angeboten. Dies sind Finanzhäuser ohne Filialen, die ihr Geschäft komplett über das Internet abwickeln. Bei solchen Direktbanken sollten Kunden darauf achten, welcher Service von der Bank noch angeboten wird. Wie erwähnt, werden die Gebühren von den Banken dazu verwendet, um ihren Kunden ein Service-Paket zur Verfügung zu stellen. Wer ein Konto ohne Kontoführungsgebühren eröffnet, sollte sich z.B. im Voraus informieren, an welchen Geldautomaten er kostenlos Geld abheben kann und ob es entsprechende Automaten in der Umgebung gibt. Denn wenn man an einem Fremdautomat hohe Gebühren zahlen muss, hat man durch die kostenlose Kontoführung meist nichts gespart.

Daher gilt es, Angebote mit großer Gründlichkeit zu vergleichen: Welche Service-Leistungen gibt es noch immer? Was würden mich diese Leistungen bei einer Bank mit einem herkömmlichen Gebührensystem kosten? Dieser Vergleich wird nach kurzer Suche auch erfreuliches ans Tageslicht bringen: Viele Banken verzichten heute auf Kontoführungsgebühren, halten aber noch immer reichhaltige Angebote bereit. Hilfe bei der Suche nach einem Girokonto bietet unser Girokonto-Vergleich, dort können Sie die Konditionen verschiedener Banken kostenlos vergleichen.

Ein Service von financeAds Datenschutzhinweise
Aktuelle Nachrichten zum Thema
  • Zinsen

    Verivox: Über 100 Banken führten Anfang 2021 Negativzinsen ein

    Immer mehr Banken führen Negativzinsen ein, mit dem Jahreswechsel hat dieser Trend sogar noch einmal Aufwind bekommen, berichtet das Vergleichsportal Verivox. Teilweise würden Banken hier auch auf andere Gebühren zurückgreifen.

  • comdirect

    Comdirect: Girokonto nur noch unter bestimmten Bedingungen kostenlos

    Für ein Girokonto bei der Comdirect werden künftig 4,90 Euro an Gebühren im Monat fällig, außer Kunden erfüllen eine von drei Bedingungen. Beispielsweise bleibt die Kontoführung kostenlos, wenn drei Zahlungen im Monat mit Apple Pay bzw. Google Pay getätigt werden.

  • Kontoführung

    BGH: Deutsche Bank muss Kosten für Basiskonto senken

    Das Basiskonto wurde 2016 eingeführt und ist insbesondere für Menschen ohne Arbeit und für Obdachlose gedacht. Eine gesetzliche Preisobergrenze gibt es nicht. Unter anderem waren der Verbraucherzentrale die Preise der Deutschen Bank zu hoch. Sie reichte Klage ein.

  • Kontoauszüge

    Direktbank ING führt Kontogebühren ein

    Die Direktbank ING lockte lange mit attraktiven Zinsen und einem Gratis-Konto. Wie bei vielen anderen Instituten auch sind diese Zeiten vorbei. Für das Girokonto wird künftig eine monatliche Gebühr fällig, außer eine bestimmte Bedingung wird eingehalten.

  • Kontoführung

    Erstmals Negativzinsen auch bei weniger als 100.000 Euro Guthaben

    Von Negativzinsen wurden private Bankkunden bisher verschont, wenn das Guthaben auf dem Konto den Betrag von 100.000 Euro nicht überstieg. Ein Institut hat seine Preispolitik angepasst: Für Girokonten mit Dispo fallen ab 25.000 Euro Guthaben Gebühren an.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.

Cookie-Einstellungen

Top