Erneuerbare Energien© PhotographyByMK / Fotolia.com
Grüner Strom Label

Das Grüner Strom Label ist eins von vielen Zertifikaten für sogenannten Ökostrom und wird vom Grüner Strom Label e.V. vergeben. Seit 1999 gibt es das Label bereits, 2013 kam die Zertifizierung für Gas-Produkte hinzu. Was wird beim Grüner Strom Label genau ausgezeichnet?

Was das Grüner Strom Label bedeutet

Der Grüner Strom Label e.V. ist ein Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Klarheit auf dem Strommarkt zu schaffen. Durch seine Zertifizierung sollen die Kunden erkennen können, in welchem Stromtarif wirklich „Öko“ drin ist und in welchem nicht. Beim Grüner Strom Label steht dabei die Förderung neuer Projekte im Vordergrund: Die Stromanbieter müssen in neue Anlagen investieren und ihre Kunden mit reinem Ökostrom beliefern. Überprüft wird das ganze von Zentrum für Sonnenergie- und Wasserstoff-Forschung.

Grüner Strom Label

Das muss erfüllt sein, um ein Grüner Strom Label zu erhalten

Damit Stromanbieter an ein Zertifikat vom Grüner Strom Label gelangen, müssen sie einige Kriterien erfüllen, die in einem umfangreichen Katalog festgehalten sind. Unter anderem ist darin vorgeschrieben, einen festen Betrag pro Kilowattstunde für den Ausbau von regenerativen Stromquellen zu verwenden. Zudem muss die gesamte Strommenge, die an Kunden geliefert wird, durch erneuerbare Energiequellen erzeugt worden sein. Dabei muss auch die Herkunft der Energie nachgewiesen werden. RECS-Zertifikate, bei denen grüner Strom eingekauft wurde, sind nicht zulässig.

Anforderung an die Unternehmen

Möchte ein Stromanbieter das Grüner-Strom-Siegel tragen, so muss er sich mit seinem Tarif beim Institut bewerben. Dabei kann er lediglich für seine Produkte das Siegel erhalten, nicht aber als Anbieter. Dennoch werden auch generelle Anforderungen an den Stromanbieter erhoben. So darf das Unternehmen beispielsweise nicht an Atomkraftwerken beteiligt sein. Nachdem der Stromversorger mit Grüner Strom Label eine Vereinbarung, also einen Vertrag abgeschlossen hat, kann der Versorger das Siegel tragen.

Mit der Unterschrift des Vertrages verpflichtet er sich, den Kriterienkatalog einzuhalten und zudem auf seiner Internetseite für den Kunden ersichtlich zu dokumentieren, in welche Projekte die Gelder gehen. Auch ist Protokoll darüber zu führen, wie viel Strom verkauft und produziert wurde.

Anforderungen an geförderte Anlagen

Die Anlagen, die von den Stromanbietern unterstützt werden, unterliegen ebenfalls noch einmal bestimmten Kriterien. Geförderte PV-Freiflächenanlagen etwa dürfen nur auf Flächen mit geringer naturschutzfachlicher Bedeutung stehen. Offshore-Anlagen mussten zuvor eine Umweltprüfung durchlaufen.

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