Stromkosten© Gina Sanders / Fotolia.com
Gleichstrom und Wechselstrom

Wer sich ein wenig mit Elektrik beschäftigt, ist vielleicht schon mal auf die beiden Begriffe Gleich- und Wechselstrom gestoßen. Außerdem gibt es noch eine weitere Art von Strom, den Mischstrom. Was es mit diesen Begriffen auf sich hat, erfahren Sie hier!

Überblick: Gleichstrom, Wechselstrom und Mischstrom

Ohne Strom können wir uns die heutige Welt nicht mehr vorstellen, kaum etwas würde noch funktionieren. Grundsätzlich gibt es drei Stromarten: Gleichstrom, Wechselstrom und Mischstrom. Unterschieden werden die Stromarten an ihrer Stromflussrichtung.

Gleichstrom aus Batterien

Spricht man von Gleichstrom, ist Strom gemeint, der über längere Zeit einen konstanten Stromfluss aufweist – er fließt mit derselben Stärke und stets in dieselbe Richtung. Ein typisches Beispiel für Gleichstrom sind Batterien. Hierbei entsteht Strom, indem der Strom vom Pluspol zum Minuspol der Batterie fließt. Dies ist ein beständiger Prozess, welcher über längere Zeit die gleiche Spannung liefert. Der Strom fließt gleichmäßig.

Wechselstrom aus der Steckdose

Bei Wechselstrom liegt die Sache etwas anders. Bei dieser Stromart wechselt die Stromflussrichtung ständig. In Deutschland geschieht dies beispielsweise 50 mal in der Sekunde. Wechselstrom kommt unter anderem aus jeder Steckdose in unserem Haushalt. Das liegt daran, dass das Gleichstromprinzip für eine groß ausgelegte und leistungsfähige Stromversorgung nicht geeignet ist. Die wechselnde Stromflussrichtung entsteht durch ein Magnetfeld, welches über einen elektrischen Leiter bewegt und dabei immer wieder auf- und abgebaut wird. In der Praxis dreht sich der Magnet über der Stromspule, wodurch sich ständig die Polarität und damit die Stromflussrichtung ändern.

Über Misch- und Drehstrom

Weitere Begriffe, über die man im Zusammenhang mit Strom stolpern könnte, sind Misch- und Drehstrom. Von Mischstrom wird gesprochen, wenn der Strom sowohl einen Wechsel- als auch Gleichstromanteil hat. Auf diese Weise flacht sich die Frequenz des Wechselstroms etwas ab, wechselt aber immer noch ihre Richtung.

Als Drehstrom bezeichnet man einen Wechselstrom mit drei Phasen. Dieser entsteht, da in der Industrie gleich drei stromführende Spulen um einen sich drehenden Magneten angebracht sind. So entstehen drei Wechselströme mit zueinander verschobenen Phasenwinkeln.

Aus Wechselstrom mach Gleichstrom

Grundsätzlich kommen alle unsere Elektrogeräte mit Wechselstrom klar – es ist egal, wie herum der Strom durch das Gerät fließt. Kleinere Geräte aber, die landläufig mit Batterien betrieben werden, sind auf Gleichstrom angewiesen. Sollen solche Geräte an das Stromnetz angeschlossen werden, muss der Wechselstrom zuerst umgewandelt werden. Dies geschieht mit sogenannten Gleichrichtern. Ohne Energieverlust geht diese Umwandlung jedoch nicht: Energie wird in Form von Wärme frei.

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