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Fossile Brennstoffe

Ohne fossile Brennstoffe sähe die Welt heute nicht so aus, wie sie aussieht. Gas, Kohle und Öl bestimmen unser heutiges Leben. Was steckt hinter dem Begriff fossile Brennstoffe, wie entstehen sie, was wird aus ihnen gewonnen und welche Auswirkungen haben sie auf die Umwelt?

Fossile Brennstoffe: Uralte Energiequellen aus Biomasse

Was sind fossile Brennstoffe?

Unter fossile Brennstoffe fallen die Energieträger Kohle, Gas und Öl. Diese bestehen aus Biomasse, die vor Millionen von Jahren abgestorben ist und sich unter bestimmten Bedingungen wie hohem Druck oder Wärme in ihre heutige Form gewandelt hat. Bekannt sind fossile Brennstoffe schon seit der Antike, die Förderung in großen Mengen begann maßgeblich mit der aufkommenden Industrialisierung. Ab dem 18 Jahrhundert nutzte man Kohle und Erdöl, um Maschinen anzutreiben oder Wohnungen zu beleuchten. Im 20. Jahrhundert, mit dem Aufkommen von Strom und Automobilität, wuchs die Fördermenge rapide an.

Über die Entstehung fossiler Brennstoffe

Der Beginn von Kohle, Gas und Öl ist je nach Vorkommen auf 300 bis 150 Millionen Jahre vor unserer Zeit zu datieren. Damals waren große Landteile mit Urwäldern bedeckt und im Meer tummelten sich große Mengen von Kleinstlebewesen. So entstand auf tote Biomasse – entweder durch Blätter, Gräser und Totholz oder durch verendete Urtiere. In beiden Fällen lagerte sich diese Biomasse auf dem Boden der Wälder und Meere ab. Über diese schichteten sich Sand, Ton und andere Böden, sodass die Schicht mit der Biomasse, auch durch Bewegungen in der Erdkruste, immer tiefer lag. Durch hohen Druck und unter hohen Temperaturen konnten so unter Luftabschluss und über lange Zeit hinweg Kohle, Öl und Gas entstehen.

Wofür man fossile Brennstoffe benötigt

Ohne fossile Brennstoffe wären zahlreiche, im Alltag selbstverständliche, Dinge gar nicht vorhanden. Der bekannteste fossile Brennstoff ist Erdöl: Mit diesem Brennstoff fahren unsere Autos, fliegen unsere Flugzeuge und mit Öl halten wir unsere Wohnungen warm. Doch damit nicht genug: Aus Erdöl werden alle erdenklichen Kunststoffe gewonnen, zahlreiche Kosmetik-Artikel basieren darauf, sogar unseren heutigen Straßen liegt Öl (Bitumen) zu Grunde.

Gas galt lange als Abfallprodukt der Erdölförderung. Heute nutzt man Erdgas vornehmlich zur Beheizung von Wohnungen und zum Erwärmen von Wasser.

Aus Kohle wird hauptsächlich Wärme und Energie gewonnen: Jahrzehnte lang wurde der Strombedarf beinahe ausschließlich aus Kohle gedeckt, mittlerweile versucht man, die Stromproduktion auf erneuerbare Energien umzustellen.

Große CO2-Mengen werden frei

Das große Problem bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen ist die Freisetzung von großen CO2-Mengen. Das CO2 wurde durch die zugrundeliegende Biomasse gebunden und befand sich Jahrtausende lang für die Atmosphäre unschädlich in gebundener Form unter der Erde. Verbrennt der Mensch Kohle, Gas und Öl, wird das CO2 wieder frei. Dies führte in den vergangenen Jahrzehnten zu einem rasanten Anstieg von CO2 in der Atmosphäre, welches unter anderem für den allseits bekannten und gefürchteten Klimawandel verantwortlich gemacht wird.

Wie lange reichen die Vorräte noch?

Neben dem Problem des hohen CO2-Ausstoßes hat sich in den letzten Jahrzehnten eine ganz andere Problematik herauskristallisiert: Wir verbrauchen fossile Brennstoffe viel schneller, als neue entstehen können. Das bedeutet, fossile Energieträger sind stark begrenzt.

Wie lange genau noch Öl, Gas und Kohle förderbar sind, hängt von unserem aktuellen und zukünftigen Verbrauch ab, sowie von den sich stetig weiter entwickelnden Fördertechniken. Bohrte man früher nur wenige Meter, um an Öl zu gelangen, muss man heute mehre hundert Meter tief bohren. Die Techniken, um fossile Brennstoffe zu entdecken und an dieses zu gelangen, werden immer besser, sodass man Jahr für Jahr Energiequellen erschließen kann, die man zuvor als unerreichbar abgetan hatte.

Experten sind sich daher in der Angabe eines bestimmten Datums, wann Öl und Kohle ausgehen, uneins: Manche sehen das Ende der Öl- und Kohleförderung in wenigen Jahrzehnten, andere erst in einigen Jahrhunderten. Einig sind sich jedoch die meisten, dass und bei unverändertem oder sogar noch steigenden Verbrauch besonders das Öl schneller ausgehen dürfte, als uns lieb ist.

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