Finanzkrise© VRD / Fotolai.com
Europäische Zentralbank

Die Europäische Zentralbank mit Sitz in Frankfurt ist die Notenbank für die gemeinsame Währung in Europa. Hauptaufgabe der EZB ist es, die Kaufkraft des Euro zu gewährleisten, um damit im Euroraum für stabile Preise zu sorgen. Das Währungsgebiet des Euro umfasst 18 Länder, die nach und nach seit 1999 den Euro eingeführt haben.

Die Europäische Zentralbank – Aufgaben und Bedeutung

Europäische Zentralbank

Seit diesem Zeitpunkt ist die Europäische Zentralbank für die Durchführung der Geldpolitik im Währungsgebiet des Euro verantwortlich, bei dem es sich nach den USA um den zweitgrößten Wirtschaftsraum handelt. Die Schaffung des Euroraums und die Errichtung der Europäischen Zentralbank als supranationale Institution ist als Meilenstein der Geschichte der Europäischen Union zu betrachten.

Die Aufgaben der Europäischen Zentralbank

Die Aufgaben der EZB sind in einem Vertrag über die Arbeitsweise der EU festgelegt. Das Eurosystem besteht aus den nationalen Zentralbanken der Mitgliedsstaaten und der EZB, wobei noch nicht alle EU-Mitgliedsstaaten den Euro eingeführt haben. Oberstes Ziel der Europäischen Zentralbank ist die Gewährleistung der Preisstabilität.

Es ist das alleinige Recht der EZB, die Ausgabe von Banknoten innerhalb des Euroraums zu genehmigen. Die EZB erhebt statistische Daten, die sie zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben benötigt. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Tätigkeit der EZB ist die Festsetzung der Leitzinsen. Das sind die Zinsen, zu denen sich die Banken innerhalb Europas Geld leihen können. Über den Leitzins wird die Währungs- und Preisstabilität beeinflusst, mit dem Ziel, die Inflation nicht auf über zwei Prozent anwachsen zu lassen.

EZB trägt Verantwortung für die Höhe der Leitzinsen

Wenn Preise steigen, kann die EZB als Währungshüter die Leitzinsen anheben. Steigende Leitzinsen geben die nationalen Banken an ihre Kunden weiter, indem die Zinsen für Kredite steigen. Die Verbraucher nehmen weniger Kredite auf und üben Konsumverzicht, was im Idealfall dazu führt, dass die Preise wieder sinken.

Umgekehrt kann die Europäische Zentralbank den Leitzins senken, was aktuell der Fall ist. Niedrige Zinsen sollen die Nachfrage ankurbeln. Wenn das Geld billig ist, nehmen die Verbraucher Kredite auf, was wiederum die Konjunktur ankurbelt. Mit den aktuell niedrigen Zinsen will die EZB erreichen, dass die Folgen der Finanzkrise im Euroraum überwunden werden. Das hat aber zur Folge, dass Sparen unattraktiv wird, weil es kaum Zinsen gibt.

Aktuelle Nachrichten zum Thema
  • sparen

    Die richtige Geldanlage: Wo gibt es jetzt noch Zinsen für Sparer?

    Bei der Suche nach einer Geldanlage haben es Sparer aktuell schwer, weil die Zinsen bei den deutschen Banken generell niedrig sind. Max Herbst vom unabhängigen FMH-Finanzberatung in Frankfurt gibt Tipps, wie Sparer derzeit am ehesten Renditen erwirtschaften können.

  • Brexit

    Wie sich die Finanzbranche auf den Brexit vorbereitet

    Der Brexit kommt und dadurch müssen sich viele Banken teilweise neu orientieren. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits bei vielen Kreditinstituten. Wie weit sind die einzelnen Unternehmen, was passiert mit den Bankern in Großbritannien und welche Geschäfte könnten nach Frankfurt abwandern?

  • Geldstapel

    Bundesbank-Umfrage: Deutsche zahlen am liebsten mit Bargeld

    Die Liebe der Deutschen zum Bargeld ist ungebrochen, sagt Bundbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele im Hinblick auf eine Umfrage zu den Bezahlarten in Deutschland. Der Befragung zufolge nimmt beim Plastikgeld die Nutzung der Girocard weiter zu. Mobiles Zahlen mit dem Handy ist weiterhin kein großes Thema.

  • Euro

    Euro-Kurs steigt auf höchsten Stand seit drei Jahren

    Der Euro gewinnt immer weiter an Wert. Erst in den vergangenen Tagen machte der Kurs der EU-Währung einen weiteren Sprung, so dass ein Stand von rund 1,2 US-Dollar erreicht wurde. Die Euro-Stärke kann dabei auf mehrere Ursachen zurückgeführt werden.

  • 500 Euro

    Verbraucherpreise legten 2017 um 1,8 Prozent zu

    Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent gestiegen, mehr als in den letzten fünf Jahren. Für die Teuerung sind vor allem höhere Preise bei Nahrungsmitteln, Mieten, Sprit und Heizöl verantwortlich.

Top