Energiesparlampen© Carmen Steiner / Fotolia.com
Energiesparlampe

Verbraucher in Deutschland haben eigentlich keine Wahl mehr – wer zu Hause nicht im Dunkeln sitzen möchte, muss über kurz oder lang auf die Energiesparlampe zurückgreifen. Denn die Zeit der herkömmlichen Glühlampe ist abgelaufen und sie ist nahezu vollends aus den Regalen des Einzelhandels verschwunden.

Energiesparlampe und Glühbirne: Wo liegt der Unterschied?

Zwischen der Glühbirne und der Energiesparlampe gibt es so einige entscheidende Unterschiede. Auf die wesentlichsten wollen wir im folgenden eingehen. Beispielsweise wirken Energiesparlampen im Vergleich zur herkömmliche Glühbirnen oft ungewöhnlich weiß im Licht und damit eher ungemütlich. Dem Licht der Glühbirne kommen Halogenlampen deutlich näher, auch die modernen LED-Leuchten haben oft ein recht warmes Licht und sind ebenfalls dimmbar. Insgesamt gibt es unterschiedliche Lichtklassen, die vom "extra-warmweiß" und "warmweiß" bis hin zu "tageslichtweiß" oder "neutralweiß" reichen. Auf diese Abstufungen sollte man beim Kauf von Energiesparlampen besonders achten. Angegeben wird die Lichtstärke in Lumen (lm). Die neutraleren Weißtöne werden eher für Büros oder Küchen empfohlen, die besonders warmen Farben für Wohn- und Schlafräume.

Sind Sparlampen wirklich preisgünstiger als Glühbirnen?

Wenn man qualitativ hochwertige Energiesparlampen kauft, spart man in der Tat Geld. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man die Lampen nicht ständig an- und ausschaltet. Dann halten Energiesparlampen im Schnitt zehn Mal so lang wie herkömmliche Glühbirnen. Auch Halogenlampen und LEDs sind deutlich sparsamer. Ein Kauf einer etwas teureren Sparlampe kann sich also durchaus rechnen, zumal die nicht ganz so billigen Lampen verschiedenen Tests zufolge auch ein schöneres und angenehmeres Licht machen.

Energiesparlampen Zum Vergrößern bitte klicken!© Lightcycle "Sauberes Licht, sauber recycelt."

Warum wurde die Glühbirne verboten?

Ein generelles Nutzungsverbot für die herkömmlich Glühbirne gibt es aber nicht, nur der Vertrieb wird untersagt. Der Grund ist simpel, und zwar verbraucht die normale Birne mehr Energie als ihre Nachfolgerin und produziert somit mehrere Millionen Tonnen CO2, ganz zu schweigen von den Stromkosten. Der Einspareffekt an Energie wird auch kaum hinterfragt. Vielmehr sind es ihre Inhaltsstoffe, die die Kritiker der Energiesparlampe auf den Plan rufen.

Die Energiesparlampe hat es "in sich"

Die Energiesparlampe wird dahingehend beanstandet, als dass ihr Innenleben aus dem giftigen Stoff Quecksilber besteht, welches nur von Glas davon abgehalten wird, auszutreten. Doch wie schnell ist einem beim Wechsel der Birne diese mal aus der Hand gefallen. Dann heißt es schnell und überlegt handeln. Zunächst mal sollten die austretenden Gase nicht eingeatmet werden. So ist es nach dem Bruch einer Energiesparlampe empfehlenswert, das Fenster weit zu öffnen, den Raum zu verlassen und die Tür hinter sich zu schließen. Nach etwa 15 Minuten müssen die Reste anschließend aufgesammelt werden. Im besten Fall sollte man dafür nichts verwenden, was weiterhin im Haushalt benutzt werden soll – statt Handfeger lieber mit zwei Blatt Papier oder Ähnlichem die kaputte Lampe aufnehmen. Anschließend sollte man alles zusammen in ein dichtes Behältnis geben, beispielsweise eignet sich ein altes Marmeladenglas.

Energiesparlampe auf den Sondermüll!

Ob zerbrochen oder einfach defekt – bei der Entsorgung einer Energiesparlampe ist Vorsicht geboten. Sie gehört nämlich keinesfalls in den Hausmüll, sondern muss entweder im Fachhandel oder beim Wertstoffhof zwecks fachgerechter Beseitigung abgegeben werden. Ein weiterer Punkt, weshalb sich diese Glühlampe bei vielen unbeliebt macht. Dabei muss es weder die Energiefresser Glühbirne noch der Krankmacher Energiesparlampe sein. Die noch viel zu wenig kommunizierte Alternative heißt LED. Diese Technik ist energetisch hervorragend und ihr Inhalt nicht gesundheitsgefährdend. Darüber hinaus werden LEDs nicht warm oder heiß, weshalb man sich über mögliche Überhitzung weniger Gedanken machen muss. Letzterer Aspekt ist auch ein Grund für ihre Langlebigkeit. Das einzige Problem, das die Alternative zur Energiesparlampe aufweist, ist ihr Preis. Eine Dreizimmerwohnung umzurüsten kostet mehrere Hundert Euro. Letzten Endes überwiegen aber die Vorteile, so dass sich die Investition lohnt und sich auch zeitnah amortisiert.

Aktuelle Nachrichten zum Thema
  • Bergbau

    Haseloff: Sozialverträglicher Braunkohle-Ausstieg kostet 60 Milliarden

    Im Zuge des Ausstieges aus der Braunkohle verlieren etliche Menschen ihre Jobs. Um einen sozialverträgliches Aus gewährleisten zu können, sind Ministerpräsident Reiner Haseloff zufolge mindestens 60 Milliarden Euro an Zuschüssen von Industrie und Staat nötig.

  • Solaranlage

    Solarstrom-Einnahmen können sich auf Rente auswirken

    Rentner, die Solarstrom produzieren und ins Netz einspeisen, müssen unter Umständen damit rechnen, dass sich die Einnahmen für die Ökoenergie auf die Rentenauszahlung auswirken. Für Nebeneinkünfte gibt es auch hier feste Regeln.

  • Steckdose

    Experte: Strompreise für Endkunden steigen

    Im Großhandel haben sich die Strompreise stark verteuert. Auch wenn sich diese Entwicklung nicht unmittelbar auf der Stromrechnung von Privatkunden niederschlägt, gehen Energieexperten langfristig von Preiserhöhungen aus.

  • Strompreis

    Verivox: Hartz-IV-Empfänger erhalten zu wenig Geld für Strom

    Für Hartz-IV-Empfänger wird es immer schwieriger, die Stromrechnung zu zahlen. Einer Untersuchung zufolge klaffen die real anfallenden Stromkosten und der Betrag, der den Empfängern dafür ausgezahlt wird, immer weiter auseinander.

  • Benzin Preise

    Saarländer zahlen am meisten für Sprit

    Die Preise für Sprit variieren von Bundesland zu Bundesland stark. Mittlerweile liegt die Preisschere bei Diesel und E10 bei rund 10 Cent. Derzeit müssen die Saarländer bei beiden Kraftstoffen am tiefsten in die Tasche greifen.

Top