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DSL-Geschichte

Ende der 90er Jahre setzte sich eine neue Technologie durch, die deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten im Internet versprach – DSL. Auch heute noch ist DSL die am häufigsten genutzte Breitband-Technik in Deutschland.

DSL-Geschichte: Die Anfänge des Breitband-Internets

Mitte der 1990er Jahre begann das Internet rasant zu wachsen. Durch erste kommerzielle Angebote, Chat-Dienste und Multimedia-Angebote wie Napster gewann das WWW auch bei der breiten Bevölkerung immer mehr an Popularität. Der stark steigende Datenhunger war durch die damals verbreiteten Internetzugänge über Analog-Modem und ISDN-Anschluss kaum zu bewältigen. Die Lösung hieß DSL.

DSL-Geschichte von Anfang an

Die ersten DSL-Anschlüsse wurden von der Deutschen Telekom im Juli 1999 geschaltet. Das Breitbandinternet war zunächst Städten vorbehalten, es gab etwa DSL in Berlin, Bonn, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München sowie Stuttgart. Zudem richtete sich das Angebot vorwiegend an Geschäftskunden.

Für Privatpersonen war das schnelle Internet in den Anfangszeiten nahezu unbezahlbar. Die DSL-Anschlüsse kosteten damals 917 D-Mark im Monat (!) und beinhalteten ein Datenvolumen von 2,4 Gigabyte im Downstream. Die Download-Geschwindigkeit betrug nur etwas mehr 1000 kbit/s.

Erste DSL-Angebot für Privatkunden

Die ersten DSL-Angebote für Privatkunden sollten aber alsbald folgen. Die Kosten für einen reinen Telefon- und DSL-Anschluss der Deutschen Telekom lagen damals bei etwa 100 Euro. Das Datenvolumen wurde separat berechnet. Wer beispielsweise 50 Stunden im Monat surfen wollte, musste zusätzlich 50 Euro im Monat berappen.

Der Siegeszug des breitbandigen Internets setzte in den frühen 2000er Jahren ein, als die ersten DSL-Flatrates auf den Markt kamen. Mit einer Flatrate kann man zum Pauschalpreis so lange und so viel man will im Internet surfen – ein Volumen- oder Zeitlimit gibt es nicht (oder sollte es nicht geben, denn zumindest die Speed-Begrenzung bei Überschreitung eines bestimmten Datenvolumens hält wieder Einzug in die Tarife.).

Der massive Wettbewerb zwischen der Deutschen Telekom und den auf den Markt drängenden Alternativ-Anbietern wie Arcor (heute Vodafone), Alice (heute o2) oder 1&1 führte zu einem enormem Preissturz und einer rasant wachsenden Zahl an schnellen Internetzugängen.

Entwicklung der DSL-Nutzung

2009 – zehn Jahre nach Schaltung der ersten DSL-Anschlüsse in Deutschland im Jahr 1999 – surften mehr als 20 Millionen Haushalte in Deutschland mit DSL. Gleichzeitig vervielfachte sich das Volumen auf den Datenautobahnen. Bis 2012 stieg die Zahl der DSL-Anschlüsse weiter an, dann sank sie wieder leicht. Letzteres ist aber wohl nicht auf einen sinkenden Bedarf an Breitbanddiensten zurückzuführen. Vielmehr bekommt DSL durch andere Technologien Konkurrenz; dazu gehören Kabelinternet, Glasfaser und LTE.

Ein Trend, der sich in den kommenden Jahren durch Videodienste wie YouTube und die immer populärer werden sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. weiter fortsetzen wird – das steht außer Frage.
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