Energietarife© Sergej Toporkov / Fotolia.com
Brennwerttechnik

Wer mit Brennwerttechnik arbeitet, der schützt Umwelt und Klima: Denn mit dieser gar nicht mal so neuen Technik spart man einiges an Heizkosten, da man Wärme auffängt, die bei anderen verloren geht. Was hinter der Brennwerttechnik steckt, erklären wir.

Brennwerttechnik: Sparen durch Effizienz

Wer sein Haus über eine zentrale Heizung heizt und Warmwasser herstellt, der tut dies meist über das Verbrennen von Erdgas oder Erdöl. Bei diesem Verbrennungsvorgang entstehen Abfallprodukte: Hauptsächlich CO2 und Wasser. Was als weißer Rausch sichtbar aus dem Schornstein kommt, kann man jedoch nutzen; im Wasser steckt noch einiges an Energie! Rund zehn Prozent des Energieverbrauchs bei Gasheizungen, etwa sechs Prozent bei Ölheizungen geht ohne Brennwerttechnik einfach aus dem Schornstein. Der Brennwertkessel macht diese Energie nutzbar.

Wie nutzt der Brennwertkessel das Wasser zur Energiegewinnung?

In einem Brennwertkessel wird der heiße Wasserdampf, welcher normalerweise verloren ginge, in einem Kessel soweit heruntergekühlt, dass der Dampf wieder in flüssigen Zustand wechselt: das Wasser kondensiert. Wichtig bei diesem Vorgang ist es, dass die komplette Heizungsanlage aufeinander abgestimmt ist. Sonst kann die Energiegewinnung aus den heißen Abgasen nicht funktionieren.

Richtig effizient

Theoretisch kann man mit Brennwerttechnik einen Wirkungsgrad von 110 Prozent erreichen. Dafür muss im Heizkreislauf jedoch alles rund laufen. Das dampfförmige Wasser wird im Brennwertkessel nämlich durch das Rücklaufwasser aus dem Heizungen gekühlt. Richtig funktionieren kann dies allerdings nur, wenn das Rücklaufwasser eine Temperatur von unter 57 Grad hat. Ansonsten kondensiert das Wasser in den Abgasen nicht richtig und Energie geht verloren. Leider ist diese Voraussetzung nur bei rund einem Drittel der Brennwertkessel der Fall. Ein hydraulischer Abgleich durch den Heizungsfachmann bringt die Heizungsanlage jedoch schnell auf Touren.

Thermostatventile

Standard Brennwerttechnik

Den meisten Menschen ist die Brennwerttechnik ein Begriff. Brennwertkessel für Erdgas sind bereits in den 80er Jahren bekannt geworden und wurden zur Marktreife geführt. Beim Erdöl dauerte es bis Mitte der 90er Jahre. Viele Häuser wurden aber vor der Zeit der Brennwertkessel gebaut und einige verfügen noch über alte Heizungen. Da diese noch funktionieren, werden sie nicht ausgetauscht. 2017 war das laut dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie noch in rund 62 Prozent der Baubestände der Fall. Demnach liefen von rund 20,8 Millionen Wärmeerzeugern insgesamt 7,5 Millionen Gas-Kessel mit alter Technik (rund 5,8 Millionen mit Brennwerttechnik). Bei den Öl-Kesseln liefen noch etwa 5 Millionen mit alter und nur 0,7 Millionen Stück mit Brennwerttechnik.

Aktuelle Nachrichten zum Thema
  • Elektrofahrrad

    Immer mehr Haushalte besitzen ein E-Bike

    Auf ein E-Bike wollen immer weniger Haushalte in Deutschland verzichten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich die Zahl der Haushalte, die ein E-Bike besitzen, in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht.

  • Ölbohrung

    BP: Stetig steigende Ölnachfrage ist endgültig beendet

    Der Ölkonzern BP sieht den Gipfel der Nachfrage nach Öl erreicht. In den kommenden Jahren werde die Nachfrage stattdessen stagnieren. Die Welt verabschiede sich immer mehr von fossilen Brennstoffen.

  • Autobahn

    "Autogipfel": Keine Kaufzuschüsse für Verbrenner-Autos

    Der jüngste "Autogipfel" endete mit vielen offenen Fragen. Für den Ausbau der Ladenetze etwa wird es ein gesondertes Treffen geben. Beschlüsse gab es hinsichtlich der Digitalisierung und dem autonomen Fahren. Kaufzuschüsse für Verbrenner wird es wohl nicht geben.

  • Elektrofahrzeug

    E-Auto: Digitaler Datenaustausch soll Förderantrag leichter machen

    Elektroautos werden von der Bundesregierung gefördert. Bei der Antragstellung für den sogenannten Umweltbonus sollen es Käufer künftig leichter haben. Außerdem sollen sie schnell an das Geld rankommen.

  • Stromkosten

    Verivox: Hartz-IV-Satz reicht für Stromkosten nicht aus

    Für die Stromkosten wird innerhalb des Hartz-IV-Satzes regelmäßig ein Anteil für diese Kosten neu berechnet. Die Tarifexperten von Verivox kritisieren, dass der ausgezahlte Betrag und die tatsächlichen Kosten weit auseinanderliegen.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.

Cookie-Einstellungen

Top