Heizkosten senken© LUCKAS Kommunikation / Fotolia.com
Blockheizkraftwerk

Warmwasser produziert man in der Regel lokal selber im Keller, Strom bezieht man von einem öffentlichen Versorger. Mit einem Blockheizkraftwerk jedoch kann man sowohl Wärme als auch Strom sehr effektiv und kostengünstig selber produzieren.

Mit einem Blockheizkraftwerk Energie sparen

Ein Blockheizkraftwerk produziert Strom und Wärme gleichzeitig durch einen Verbrennungs- oder Dampfmotor. Auf diese Weise werden zwei Güter kombiniert, die schon immer miteinander einhergingen: Produziert man Strom, so geht ein großer Teil der Energie durch Abwärme verloren; produziert man Warmwasser, so geht Energie, die für Strom hätte genutzt werden können, ebenfalls verloren.

In einem Blockheizkraftwerk hat man aus diesem Grund beides kombiniert, sodass man den Treibstoff des Kraftwerkes möglichst effektiv nutzen kann. Immerhin kann man mit einem Blockheizkraftwerk im Haus satte 80 bis 90 Prozent der Primärenergie nutzen.

Große und kleine Blockheizkraftwerke

Blockheizkraftwerke gibt es in verschiedenen Größen, sodass sowohl Industrie als auch Einfamilienhäuser Gebrauch von der Technik machen können. Die kleinsten Anlagen werden als Mikro-Blockheizkraftwerke bezeichnet und produzieren bis zu 15 kW Energie. Die nächstgrößere Abstufung, die Mini-Blockheizkraftwerke, liegen bereits bei bis zu 50 kW elektrischer Leistung. Größere Anlagen liegen zum Teil weit darüber.

Video: Mini-Blockheizkraftwerke für den Keller

Wie Energie im Blockheizkraftwerk umgewandelt wird

Das Prinzip eines Blockheizkraftwerkes ist einfach. Durch einen Brennstoff, zum Beispiel Öl, Gas oder Holzpellets, wird ein Motor angetrieben, welcher wiederum einen Generator antreibt und so Strom erzeugt. Ob man den Strom direkt selber nutzt, oder ob er gegen eine Einspeisevergütung in das öffentliche Netz eingespeist wird, entscheidet man selbst. Meistens wird jedoch die überflüssige Energie eingespeist, während der eigene Verbrauch Vorrang hat.

Da bei einem Verbrennungsmotor viel Abwärme entsteht, wird diese ebenfalls genutzt, indem durch einen Wärmetauscher die Hitze abgeleitet wird, welche wiederum das Heiz- oder Trinkwasser erwärmt. So kann erhält man den maximalen Ertrag aus dem verwendeten Brennstoff.

Welche Kosten entstehen durch ein Blockheizkraftwerk?

Was ein Blockheizkraftwerk in der Anschaffung kostet, hängt grundsätzlich von der Größe und Art ab. Es sind die Anschaffungs-, Einbau-, und Anbindungskosten zu tragen und es ist sorgfältig zu überprüfen, ob die Idee eines Blockheizkraftwerkes im eigenen Keller wirtschaftlich umzusetzen ist. Neben diesen Überlegungen sollte man zudem genau die Betriebskosten der verschiedenen Modelle betrachten, um auf Dauer möglichst günstig Strom und Wärme produzieren zu können.

Hat man sich für ein Modell entschieden, so sollte man in einem nächsten Schritt überprüfen, ob es möglich ist, im Rahmen eines Förderprogramms von Staat, Land oder einem regionalen Verband einen Zuschuss zu erhalten.

So spart man mit einem Blockheizkraftwerk

Hat man sich ein Blockheizkraftwerk angeschafft, so wird man künftig günstig eigenen Strom und die benötigte Wärme produzieren können. Ein Mini-Blockheizkraftwerk produziert pro Jahr etwa 5.500 kWh Strom. Und das, was man selber verbraucht, erhält man zu einem deutlich günstigeren Preis als am Markt, da beispielsweise keine Stromsteuer berechnet wird. Ist Strom übrig, so speist man diesen für feste Konditionen ins öffentliche Netz ein – und erhält zusätzlich Geld. So dauert es meist nur wenige Jahre, bis sich die Investition gelohnt hat.

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