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Benzinpreis-Entwicklung

Die Preise von Benzin sind gefühlt in den letzten Jahren immer höher geklettert, sodass viele Autofahrer an jeder Tankstelle abwägen, ob sich das Tanken lohnt. Doch woran liegt das eigentlich und wer bestimmt den Benzinpreis und dessen Entwicklung?

Die Benzinpreisentwicklung seit 1972 im Überblick

Steigende Benzinpreise bis 2012

Benzin gibt es schon, seitdem die Menschen mit Rohöl arbeiten – früher galt es jedoch als Abfallstoff. Dies änderte sich 1876 mit dem Aufkommen der ersten Autos. Diese wurden mit Benzin angetrieben. Heute hat beinahe jede Familie ein Auto und der Benzinverbrauch ist massiv angestiegen. Ebenso der Benzinpreis.

Benzinpreisentwicklung ab 1972

Werfen wir einen Blick auf die Benzinpreisentwicklung der letzten Jahrzehnte: 1972 zahlte man für einen Liter Benzin gerade mal 35 Cent. Deutlich angestiegen ist der Benzinpreis in der ersten Hälfte der 80er Jahre. Bis auf 72 Cent kletterte hier der Benzinpreis und sorgte für lange Gesichter unter den Autofahrern. Nach 1985 fielen die Preise wieder auf rund 50 Cent ab. Danach lässt sich, bis auf wenige Ausnahme-Jahre, eine kontinuierliche Steigung der Benzinpreise feststellen.

1995 lag der Benzinpreis bei rund 86 Cent, im neuen Jahrhundert kletterte der Preis erstmalig über einen Euro. 2005 ist man bei einem Jahresdurchschnitt von 1,22 Euro angelangt, 2010 sind es satte 1,41 Euro. Einen neuen Höchststand zeigt die Benzinpreisentwicklung mit 1,64 Euro im Jahr 2012, danach fielen die Benzinpreise wieder leicht. In der ersten Hälfte 2015 lag der Durchschnittspreis für einen Liter Benzin bei 1,39 Euro.

Großer Teil der Benzinkosten geht an den Staat

Mit einer Tankfüllung zahlen wir grundsätzlich drei Dinge: Steuern für den Staat, Einkaufskosten für das Benzin und einen Deckungsbeitrag für den Tankstellenbetreiber. Nehmen wir an, wir tanken für 147,9 Cent pro Liter. Von diesem Geld gehen 89,3 Cent an den Staat. Darin enthalten sind die Mehrwertsteuer, Ökosteuer, Energiesteuer und die Erdölbevorratungsabgabe. Das sind 60,4 Prozent, die alleine der Staat einstreicht.

51,6 Cent werden dazu genutzt, den Einkaufspreis zu decken und machen damit 34,8 Prozent des Benzinpreises aus. Die restlichen 4,8 Prozent entfallen auf die Kostendeckung für die Tankstellenbetreiber. Sieben Cent pro Liter fließen in die Instandhaltung der Tankstelle und die Personalkosten. (Daten: Statista, Stand 2015)

Benzinpreisentwicklung von Steuern und Einkaufspreis abhängig

Anhand der Benzinpreis-Zusammensetzung erkennt man, dass der normale Verbraucher nicht maßgeblich am Benzinpreis drehen kann. Zwar reguliert sich auch der Preis über Angebot und Nachfrage, allerdings sind die Steuern starr: Durch sein Konsumverhalten kann der Autofahrer also nur einen Teil des Benzinpreises beeinflussen. Trotzdem kann es sich positiv für den Autofahrer auswirken, wenn er konsequent nach günstigen Tankstellen sucht.

Regelmäßigkeiten in der Benzinpreisentwicklung

Besonders kurzfristig lassen sich für die Benzinpreisentwicklung einige Anhaltspunkte festhalten. So ist Benzin an hoch frequentierten Straßen meist teurer als in kleinen Nebenstraßen. Auch wird das Benzin teurer, umso näher man sich einem Stadtkern oder der Autobahn nähert. Ebenfalls gut zu wissen ist es, dass Benzin zum Abend hin meist günstiger wird. Wer also möglichst viel sparen möchte, tankt besser abends und außerhalb von Städten.

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