Für den Stromkostenvergleich Preis und Verbrauch prüfen

Ein Stromkostenvergleich kann zweierlei bedeuten: Entweder man prüft die Preise der Stromanbieter am Markt, oder man vergleicht den eigenen Stromverbrauch mit denen anderer Haushalte. Wer wirklich sparen will, der kümmert sich am besten um beides und schaut nach, ob es günstigere Stromtarife gibt und ob der Energieverbrauch heruntergeschraubt werden kann.

Stromkostenvergleich anhand der Tarife der Stromversorger

Tatsächlich lässt sich bei einem regelmäßigen Stromwechsel am meisten Geld sparen. Neukunden bekommen ähnlich wie bei Handytarifen von vielen Stromanbietern einen Bonus ausgezahlt. Wer das regelmäßig ausnutzt, verbucht die höchsten Ersparnisse bei den Stromkosten. Gleichermaßen sparen aber auch diejenigen hohe Beträge ein, die zum ersten Mal bei einem Strompreisvergleich den Anbieter wechseln. Wer sich nämlich nicht aktiv um einen neuen Stromversorger kümmert, der ist automatisch beim Grundversorger unter Vertrag. Sehr oft sind die Grundversorgungstarife teurer als andere Anbieter. Beim Strom funktioniert der Markt im Prinzip wie bei anderen Produkten auch: Je mehr sich Stromkunden nach günstigeren Angeboten umsehen und den Wechsel durchführen, umso schärfer wird der Wettbewerb unter den Stromanbietern und umso mehr konkurrieren diese untereinander.

Preise vergleichen mit dem Stromvergleich auf Tarife.de

Mit unserem Stromvergleich haben Sie die aktuell geltenden Strompreise schnell mit ihrem jetzigen Tarif verglichen. Nach Eingabe des Verbrauchs und der Postleitzahl bekommen Sie bereits die erste Ergebnisliste angezeigt. Dann gelangen Sie zur detaillierten Suchmaske, mit der dann die Suchergebnisse noch genauer an die eigenen Wünsche angepasst werden können.

Folgende Filter sind beim Strompreisvergleich zunächst voreingestellt:

  • Die Vertragslaufzeit ist auf 12 Monate begrenzt
  • Aktueller Stromanbieter: Grundversorger
  • Stromnutzung: Privat
  • Pakettarife (oder kWh-Pakete) sind bei der Suche ausgeschlossen
  • Boni werden beim Preisvergleich berücksichtigt

kWh-Pakete werden in den Voreinstellungen etwa ausgeschlossen, da ein Stromverbrauch, der über das vereinbarte Paket hinausgeht, sehr teuer für den Stromkunden werden kann. Hier und auch zu anderen Voreinstellungen sind an entsprechender Stelle Hinweise abrufbar. All diese Einstellungen können Sie wunschgemäß anpassen. Unter den weiteren Einstellungen finden sich dann noch andere Filtermöglichkeiten zu Ökostrom, Vorauskasse oder Vertragsverlängerung.

Stromkosten bestehen aus mehreren Komponenten

Natürlich gibt es beim Strompreis auch Komponenten, an denen auch die Versorger nichts ändern können. Das betrifft zum Beispiel die staatlichen Preisbestandteile. Ganz grob setzt sich der Strompreis aus drei großen Kostenblöcken zusammen. Steuern und Abgaben machen dabei den größten Faktor aus. Darin sind z.B. die Stromsteuer, die EEG- und andere Umlagen enthalten. Ein weiterer großer Kostenblock sind die Netznutzungsentgelte, die rund ein Viertel des Strompreises ausmachen. Verbraucher zahlen die Netzentgelte an ihren Stromversorger, der wiederrum Gebühren für die Durchleitung des Stroms an die Betreiber der Stromnetze zahlen muss, wobei Stromversorger und Netzbetreiber auch ein und dasselbe Unternehmen sein können. Der letzte größere Kostenblock bei den Stromkosten ist der Anteil für Produktion, Beschaffung und Marge der Stromanbieter.

Welche Komponenten sind auf der Stromrechnung zu sehen?

Die Stromrechnung gibt die eben genannten Kostenblöcke so nicht wieder. Auf der Stromrechnung sind in der Regel ein Grundpreis- und der Arbeitspreis zu sehen, den der Energieanbieter von vornherein vertraglich mit dem Kunden vereinbart hat. Beim Grundpreis handelt es sich um einen Pauschalbetrag, der monatlich etwa für Zählerablesung, Wartung und Rechnungsstellung veranschlagt wird. Aber nicht alle Stromtarife enthalten diese Preiskomponente. Ähnlich verhält es sich übrigens auch bei den Gaspreisen und der Gasrechnung.

Beim Arbeitspreis hingegen handelt es sich um den Preis pro Kilowattstunde (kWh). Hier geht es letztendlich also darum, wie viel Strom tatsächlich verbraucht wurde. Angaben darüber finden sich meist mittig auf der Stromrechnung. Dort sind der Zeitraum angegeben, auf den sich die Rechnung bezieht, die beiden zugehörigen Zählerstände und die verbrauchten kWh. Beide Preiskomponenten zeigt übrigens der Tarifrechner bei den Tarifdetails an.

Die anfallenden Kosten werden auf der Stromrechnung dann mit dem gezahlten Betrag verrechnet, der sich aus den monatlich gezahlten Abschlägen ergibt. So kann bei der Stromabrechnung dann eine Rückzahlung oder aber auch eine Nachzahlung auf einen zukommen.

Für den Stromvergleich die Kosten auf der Abrechnung prüfen

Für den Stromkostenvergleich kann man auch die letzten Abrechnungen des Stromanbieters vergleichen. Wie viele kWh und Cent werden hier in Rechnung gestellt? Stimmen die Angaben mit den Zählerständen überein? Weicht der Strompreis ab? Stimmen die Angaben zum Haushalt, zur Postleitzahl und zur Adresse? So kann schon einmal sichergestellt werden, dass nicht etwa der Strom einer anderen Wohnung in Rechnung gestellt wird.

Stromkostenvergleich anhand der Verbrauchszahlen

Anhand der Stromrechnung oder auch beim Vergleich der Zählerstände kann man seinen Stromverbrauch, also den Verbrauch an kWh in einem bestimmten Zeitraum feststellen. Mit den Zahlen an sich können viele aber nichts anfangen und der Stromkostenvergleich ist nur mit diesen Werten nicht möglich. Sind der Verbrauch und die Stromkosten nun hoch oder niedrig? Um das herauszufinden, hilft es zu wissen, wie viel andere Verbraucher in Deutschland zahlen und wie viel kwh im Jahr verbraucht werden. Eine Möglichkeit das zu überprüfen, bietet der jährlich erscheinende Stromspiegel der Stromsparinitiative. Hier kann man den eigenen Stromverbrauch mit dem ähnlicher Haushalte vergleichen.

Daneben errechnen die Tarifexperten von Verivox regelmäßig die durchschnittlichen Stromkosten unterschiedlicher Haushaltgrößen und geben jährlich den Verbraucherpreisindex Strom heraus. Demnach verbrauchte ein Haushalt aus drei bis vier Mitgliedern etwa 4.000 kWh. Im Schnitt (Jahresmittel) kostete der Strom bei dieser Verbrauchsmenge 28,18 Cent pro kWh. Der Tarifrechner auf Tarife.de berücksichtig durchschnittliche Angaben zum Verbrauch. So werden für diejenigen, die sich nicht sicher sind, wie viel Strom sie verbrauchen, Durchschnittsangaben angeboten, um die Stromtarife miteinander zu vergleich.

Stromverbrauch ist hoch: Was tun?

Stellt sich beim Stromkostenvergleich heraus, dass der Stromverbrauch vergleichsweise hoch ist und deshalb die Kosten Überhand nehmen, sollen Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Zunächst einmal sollte man sich fragen, ob man selbst zu wenig unternimmt, um den Energieverbrauch im Haushalt zu drosseln. Laufen immer alle Geräte auf Stand-by oder sind die Lichter in der Wohnung permanent eingeschaltet? Dann gibt es noch Stromfresser, die man im eigenen Haushalt aufspüren und im besten Fall entsorgen sollte. Das können beispielsweise große alte Küchengeräte, aber auch der Heizlüfter oder die Stromheizung sein. Hier kann es sinnvoll sein, den Zählerstand zu kontrollieren, bestimmte Geräte über einen gewissen Zeitraum abzuschalten und dann zu prüfen, ob weniger Strom verbraucht wird. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, mit Hilfe eines Strommessgerätes den Verbrauch zu vergleichen.

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