CO2 sparen

So rettet man an Weihnachten und Silvester das Klima

Klimaschutz an Weihnachten und Silvester: Das klingt im Corona-Jahr 2020 erst einmal nach wenig Spaß. Aber gerade an den Feiertagen, wird mehr CO2 ausgestoßen, Strom verbraucht und Müll produziert. Wir geben Tipps für nachhaltiges Feiern ohne große Einbußen!

02.12.2020, 15:16 Uhr
Essen Weihnachten© foodinaire / Fotolia.com

Mit wenigen Verhaltensänderungen können Verbraucher auch in diesem Jahr - trotz Corona-Pandemie - die Feiertage genießen, ausgiebig schlemmen, im kleinen Kreis feiern und gleichzeitig das Klima schonen. Ganz generell gilt es natürlich beim Kauf von Dekoration und Feuerwerk auf Nachhaltigkeit zu achten. Luftschlangen und Konfetti gibt es beispielsweise auch aus recyceltem Papier. Bei den Einladungen zu Weihnachten und Festen muss längst nicht mehr auf Papier zurückgegriffen werden: Hier stehen WhatsApp & Co. zur Verfügung.

Nachhaltig Silvester feiern

Eine Möglichkeit beim Feuerwerk das Klima zu schonen, ist beispielsweise mit Freunden und Nachbarn gemeinsam Raketen und Böller zu zünden, statt das jeder einzeln böllert. Das spart auch Kosten. In zahlreichen Städten sind in diesem Jahr ohnehin Feuerwerke auf zentralen Plätzen verboten. Beim Weihnachts- und Silvestermenü gilt: Unbedingt auf Plastikgeschirr verzichten! Wer an Silvester kleine Häppchen und Fingerfood serviert, kann sich dennoch den Abwasch sparen. Die Getränke bleiben übrigens auch auf dem Balkon schön kühl - das spart Energie. Bei der Auswahl der Drinks kann man überlegen, ob es wirklich das importierte Heineken oder der Merlot aus Chile sein muss, schließlich gibt es etliche regionale Bier- und Weinsorten.

Tipps für einen klimafreundlichen Festschmaus

Für klimafreundlichere Feiertage hat "Klima sucht Schutz", eine vom Bundesministerium geförderte Kampagne, sieben einfache Tipps zusammengestellt. Zentral ist dabei, Klimasünder im Kühlschrank zu erkennen und die Klimabilanz beim Lebensmittel-Einkauf zu verbessern. Die Tipps dürfen natürlich auch nach Weihnachten und Silvester weiter beherzigt werden.

  • 1. Weniger Fleisch konsumieren: Schon mit zwei vegetarischen Tagen pro Woche kann man 99 kg CO2 pro Jahr vermeiden. Wer während der Feiertage nicht auf den Festtagsbraten verzichten möchten, kann auf Geflügel setzen. Denn: Ein Kilogramm Gänsebraten verursacht mit 3.5 kg nur ein Viertel der CO2-Emissionen eines Rinderbratens.
  • 2. Regionale und saisonale Produkte sollten auf der Einkaufliste stehen. Diese kommen ohne lange Transportwege oder beheizte Gewächshäuser aus. Auf diese Weise lassen sich pro Person 101 kg CO2 pro Jahr vermeiden.
  • 3. Wer sich ausschließlich von Bioprodukten ernährt, kann weitere 99 kg CO2 jährlich vermeiden.
  • 4. Frische Lebensmittel sollten gegenüber konservierter oder tiefgekühlter Ware bevorzugt werden, da auch bei der Lagerung CO2 verursacht wird.
  • 5. Für die Getränke zum Silvester- und Weihnachtsmenü sollten Mehrweg- anstatt Einwegflaschen genutzt werden. Mehrwegflaschen können bis zu 53mal wiederverwertet werden.
  • 6. Zu jedem Topf gibt es den richtigen Deckel. Außerdem sollten Töpfe und Pfannen auf das jeweilige Kochfeld passen. Mit dem passenden Deckel zum Topf braucht man zwei Drittel weniger Energie als ohne.
  • 7. Plätzchen sollten immer mit Umluft gebacken werden. So können mehrere Bleche gleichzeitig backen und auf das Vorheizen verzichten. Dabei sollte auch die Nachwärme beim Backen genutzt werden. Der Backofen kann also bereits einige Minuten früher ausgeschaltet werden.

Weihnachtsdeko, Heizen und Geschenkverpackung: Immer an die Umwelt denken

Und auch mit Blick auf die Weihnachtsdekoration lässt sich die Umwelt schonen. Wer noch Lichterketten mit Glühbirnen verwendet, sollte stattdessen auf LED-Lichterketten umsteigen. Diese verbrauchen deutlich weniger Strom und sorgen somit für weniger CO2. Außerdem werden die Stromkosten reduziert. Mit Hilfe einer smarten Steckdose und Zeitschaltuhren lassen sich die Lichterketten etwa automatisch bei Dämmerung einschalten - sie müssen somit nicht unbedingt den ganzen Tag brennen.

Auch beim Heizen der Wohnung an den Feiertagen lassen sich Energie und CO2 sparen. Wohnräume sollten nicht überheizt werden: 1 Grad weniger ist kaum spürbar, wirkt sich aber bereits positiv auf die Energiebilanz aus. Bedacht werden sollte, dass die Wohnung aufgeheizt wird, wenn der Backofen genutzt wird, viele Gäste zu Besuch sind oder etliche Kerzen brennen. Und wer über die Feiertage nicht zuhause ist, kann die Heizung auf rund 15 Grad herunterregeln.

Muss wirklich jedes Weihnachtsgeschenk aufwändig mit Geschenkpapier verpackt werden, das anschließend im Papiermüll landet? Umweltschonend lässt sich beispielsweise auch Zeitungspapier verwenden. Mit ein wenig Fantasie lässt sich dieses kreativ gestalten. Auch Handtücher können je nach Größe des Geschenks zum nachhaltigen Verpacken genutzt werden.

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