Haus und Grundstück

Steuern sparen beim Immobilienkauf

Beim Immobilienkauf muss man viel Geld in die Hand nehmen – umso erfreulicher, wenn man an manchen Stellen auch sparen kann, etwas bei der Steuer. Mehr darüber, wie sich beim Immobilienkauf Steuern sparen lassen, lesen Sie hier.

Hauskauf© psdesign1 / Fotolia.com

Grunderwerbssteuer clever einsparen

Wer noch offen dafür ist, wo seine künftige Immobilie stehen soll, der kann sich erst mal schlau machen, wo der Hauskauf am günstigsten ist. Die Grunderwerbssteuer nämlich ist je nach Bundesland unterschiedlich. Zwischen 3,5 und 6,5 Prozent werden fällig, das macht schon mal den einen oder anderen Tausender Unterschied. Sachsen und Bayern etwa haben eine niedrige Grunderwerbssteuer, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein eine hohe. Wer grenznah wohnt, kann das durchaus in seine Planung einfließen lassen.

Wer ein unbebautes Grundstück erwirbt, sollte zudem den Kaufvertrag und den Bauvertrag trennen. So muss die Grunderwerbssteuer nur auf den Grundstückspreis und nicht auf den Gesamtpreis inklusive Hausbau gezahlt werden.

Bewegliche Güter und Instandhaltungsrücklage

Steht das Haus bereits auf dem Grundstück, kann man immerhin bewegliche Güter wie etwa die Küche oder Wohnlandschaft herausrechnen. Dazu müssen diese im Notar-Vertrag mit ihrem Wert aufgeführt werden. Auch die gesetzlich vorgeschriebene Instandhaltungsrücklage, die häufig vom Vorbesitzer übernommen wird, kann gesondert ausgewiesen werden und entfällt somit aus der Grundsteuer.

Reparatur- und Tilgungskosten über die Einkommenssteuer absetzen

An einem neu erstandenen Gebäude fallen viele Arbeiten an. Bestellt man hierzu Handwerker und Co., kann man zwanzig Prozent von deren Leistung in der Einkommenssteuer ansetzen, hier sind jedoch lediglich die Arbeits-, nicht die Materialkosten gemeint. Bis zu 1.200 Euro jährlich kann man so geltend machen.

Hat man zur Hausfinanzierung einen Wohn-Riester-Vertrag abgeschlossen, kann man von seiner Einkommenssteuer außerdem bis zu 2.100 Euro jährlich zusätzlich absetzen.

Umzug steuerlich geltend machen

Ist das Haus gekauft und eingerichtet, folgt der Umzug – auch dieser ist steuerlich absetzbar. Ist man aus beruflichen Gründen umgezogen, etwa um den Arbeitsweg zu verkürzen oder um einen neuen Job anzunehmen, sind Transportkosten, Meldegebühren, sowie Kosten, die durch den Schulwechsel der Kinder entstanden sind, über Anlage N in der Steuererklärung absetzbar. Voraussetzung hierzu ist, dass für alle Posten Rechnungen und Belege vorliegen.

Ist man aus privaten Gründen umgezogen, kann man einen Teil der Umzugskosten als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen. Hierbei gilt, dass lediglich Dienstleistungen von Fremden in Höhe von 20 Prozent der Lohnkosten und mit maximal 4.000 Euro jährlich absetzbar sind.

Weg zum Steuerberater kann lohnen

Damit man keine Möglichkeit übersieht, Steuern beim Immobilienkauf zu sparen, lohnt sich bei solch großen Summen, wie sie beim Hauskauf aufgewendet werden, der Weg zum Steuerberater. Dieser findet zum einen alle Möglichkeiten zu sparen, und hilft außerdem, die Sparmöglichkeiten bis zum letzten Cent auszunutzen.

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