KFZ-Versicherung

Günstige KFZ-Versicherung - Welche Automodelle rechnen sich im Vergleich?

Bereits vor dem Kauf eines Autos sollte direkt geprüft werden, wie hoch die Beiträge für die Autoversicherung ausfallen. Solche laufenden Kosten müssen unbedingt berücksichtigt werden, wenn ein neues Fahrzeug angeschafft wird. Fallen diese besonders hoch aus, sollte man erwägen, sich für ein günstigeres Auto zu entscheiden.

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Worauf muss bei der Autoversicherung geachtet werden?

Die Beitragshöhe der Autoversicherungen setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen. Viele davon ändern sich stetig, weswegen sich auch die Versicherungsbeiträge entsprechend anpassen. Wem sein Fahrzeug in der Versicherung zu teuer geworden ist, sollte dieses vielleicht durch ein kleineres beziehungsweise günstigeres Fahrzeug ersetzen. Bei professionellen Ankäufern wie zum Beispiel Wir kaufen dein Auto lassen sich teure Fahrzeuge schnell und bequem verkaufen. Es bleibt allerdings die Frage offen, woraus sich die Versicherungsbeiträge zusammensetzen. Nur so lässt sich nachvollziehen, warum sie sich jedes Jahr ändern können.

Regionalklassen

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unterteilt Deutschland in insgesamt 413 Zulassungsbezirke. Innerhalb dieser Zulassungsbezirke werden die Regionalklassen definiert, die die Beitragshöhe der Versicherung beeinflussen. Innerhalb dieser Klassen wird die Schadensbilanz der jeweiligen Region dargestellt. Eine solche Einteilung gibt es für die KFZ-Haftpflicht sowie für die Voll- und Teilkasko.

Die Regionalklassen spiegeln das Fahrverhalten der Autofahrer innerhalb des jeweiligen Zulassungsbezirks wider. Dies errechnet sich aus der Anzahl der Schäden in Bezug auf die Anzahl der dort zugelassenen Fahrzeuge sowie aus der durchschnittlichen zu begleichenden Schadenshöhe. Ausschlaggebend ist hierbei allerdings nicht, wo der Unfall passiert ist, sondern in welchem Bezirk die beteiligten Fahrzeuge zugelassen sind.

Typklassen

Unter Typklassen wird das statistische Schadensrisiko eines Autos verstanden, welches über die Beitragshöhe der gewählten KFZ-Versicherung entscheidet. Auch diese Einteilungen werden durch den Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft vorgenommen. Dafür werden die Unfall- und Schadensbilanzen aller Fahrzeugmodelle der vergangenen drei Jahre ausgewertet. Dies geschieht getrennt für die KFZ-Haftpflichtversicherung, die Voll- und die Teilkasko. Eine hohe Typklasse ist gleichbedeutend mit hohen Versicherungsbeiträgen. Die Aktualisierung der Typklassenstatistik wird einmal im Jahr durchgeführt.

Innerhalb der KFZ-Haftpflichtversicherung gibt es 16 Typklassen (10-25). Die günstigste davon (10) gibt es nur für Oldtimer, da diese in der Regel nur wenig gefahren und besonders pfleglich behandelt werden. Für die Einteilung in eine Typklasse der KFZ-Haftpflichtversicherung werden die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Unfällen erhoben. Für die Vollkasko gibt es 25 Typklassen (10-34). Hier werden Schäden am eigenen Auto nach selbstverschuldeten Unfällen sowie Teilkaskoschäden wie Autodiebstahl, Glasschäden, Wildunfällen oder Schäden durch Naturereignisse berücksichtigt. Die Teilkasko umfasst 24 Typklassen (10-33), die ausschließlich anhand der Teilkaskoschäden berechnet werden.

Schadenfreiheitsrabatt

Mit dem Schadenfreiheitsrabatt belohnen Versicherungen Autofahrer, die ohne zu regulierende Zwischenfälle unterwegs sind. Je länger der Versicherungsnehmer schadenfrei unterwegs ist, desto höher wird dieser Rabatt eingestuft. Dabei wird der Fahrer in Schadenfreiheitsklassen eingeteilt. Die Klasse M liegt auf der untersten Stufe der Skala. Sie wird nur dann erreicht, wenn die Versicherung bereits einen oder mehrere Schäden regulieren musste. Mit der Stufe KL 0 werden Fahrer eingestuft, die ihren Führerschein noch keine drei Jahre besitzen. Ab drei Jahren Führerscheinbesitz erfolgt die Einstufung auf SF ½. Darauf folgen die Klassen SF 1, SF 2, SF 3 und so weiter. Dabei bezieht sich die Ziffer auf die Anzahl der schadenfreien Jahre.

Welche Modelle lassen sich besonders günstig versichern?

KFZ-Versicherung © BLACKWHITEPAILYN / shutterstock.com

Im Jahr 2018 steigen die Versicherungsbeiträge für einige Autofahrer. Ein Viertel aller Fahrzeuge wurde bereits für die Typklassenstatistik 2018 neu eingestuft. Oberklassefahrzeuge sowie SUV werden teurer, Kleinwagen dagegen günstiger. Etwa 5,7 Millionen Autos werden in eine höhere Klasse eingestuft, 5,2 Millionen werden dagegen niedriger eingeordnet. Besonders hochmotorisierte Fahrzeuge wie beispielsweise der BMW 114i erhalten eine deutlich höhere Einstufung und erfordern damit höhere Versicherungsbeiträge. Kleinwagen wie der Peugeot 108 rutschen eine Stufe tiefer und werden somit günstiger.

Doch auch in den Regionalklassen ändert sich einiges. 5,5 Millionen Autofahrer in 67 Bezirken werden 2018 besser eingestuft. Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sind besonders günstig innerhalb der Regionalklassen. In den Großstädten passieren deutlich mehr Unfälle, weswegen dort die Regionalklassen steigen. Daher scheint es lohnenswert, kleine und niedrig motorisierte günstige Fahrzeuge zu kaufen und in gut eingestuften Regionalklassen zuzulassen. Weil die Kriterien zur Berechnung von Versicherungsbeiträgen stets individuell bewertet werden, lohnt sich der regelmäßige Vergleich verschiedener Versicherungsangebote. Da die Erhöhung des Beitrags aufgrund der Umstufung ein außerordentliches Kündigungsrecht mit sich bringt, empfiehlt sich spätestens dann eine intensive Recherche.

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