Sonne und Gas

Gasheizung mit Solarthermie kombinieren

Die Kombination einer Gasheizung mit Solarthermie ist nicht umsonst beliebt. Die Technik ist nicht nur einfach zu installieren und vergleichsweise günstig, sondern arbeitet effizient und entlastet den Geldbeutel bereits nach kurzer Amortisationszeit.

Solarmodul© Ingo Bartussek/ Fotolia.com

Das bietet die Kombi Sonne-Gas

Wer seine Gasheizung mit einer Solaranlage kombiniert, nutzt primär Sonnenenergie für die Erhitzung von Brauch- und Heizwasser. Die Gasheizung schaltet nur dann zu, wenn die Energie der Sonne nicht ausreicht, um genügend Warmwasser zur Verfügung zu stellen. Im Sommer bleibt die Gasheizung somit fast immer kalt und auch im Frühjahr und Herbst leistet die Sonne noch einen guten Teil der Arbeit. Im Winter hingegen käme man ausschließlich mit Solartechnik nicht über die Runden. Trotzdem lassen sich auf diesem Weg die Heizkosten stark vermindern und auch die Umwelt profitiert durch einen geringeren Ausstoß an Treibhausgasen. In Zahlen ausgedrückt lassen sich auf diesem Weg bis zu 70 Prozent der Kosten für die Warmwasserbereitung und 10-25 Prozent der gesamten Heizkosten einsparen.

Für wen kommt eine Solaranlage mit Gasheizung in Frage?

Um Wasser mit Solarthermie auf Temperatur zu bringen, muss das Haus bestimmte Voraussetzungen erfüllen: So muss die Dachfläche oder Hauswand geeignet sein, die schweren Kollektoren zu tragen. Außerdem sind die korrekte Ausrichtung und Winkelung maßgeblich für eine hohe Effizienz. Für ein Einfamilienhaus sollte man mit 10-20 Quadratmetern Kollektorfläche rechnen, außerdem wird Platz für einen Warmwasserspeicher benötigt, der auch für die sonnenlose Nacht heißes Wasser bevorratet. Am besten man wendet sich hier an den Heizungsinstallateur seines Vertrauens und befragt diesen zur Eignung der eigenen Immobilie.

Solarthermie WarmwasserGasheizung und Solarthermieanlage bilden eine effiziente Kombination.© guukaa / Fotolia.com

Wartungsaufwand nicht erheblich höher

Wer sich um einen erhöhten Wartungsaufwand Gedanken macht, dem kann Entwarnung gegeben werden. Sowohl Gasheizung als auch Solarthermieanlage sollten jährlich gewartet werden. Bei der langlebigen Solarthermieanlage ist die Wartung jedoch meist schnell abgehandelt und entsprechend kostengünstig. Bei der Wartung werden unter anderem Volumenstrom und Flüssigkeitsdruck festgestellt, wichtig ist außerdem die Kontrolle des Energieertrages, wo Unregelmäßigkeiten auf eventuelle Probleme hinweisen können. Ebenfalls ein Blick sollte auf die Kollektorfläche, Solarpumpe und Temperaturfühler geworfen werden. Echte Wartungsarbeiten im Sinne eines Austauschs von Elementen aufgrund von Verschleiß sind nur selten erforderlich.

Kosten der Gas-Solar-Kombi

Setzt man auf komplett neue Heiztechnik, sollte man für die Gasheizung etwa 6.000 und für die Solaranlage weitere 6.000 – 8.000 Euro einplanen. Hat man eine nicht allzu alte Gasheizung im Keller, ist es bisweilen auch möglich, Solarthermie nachzurüsten. Den geringeren Gasverbrauch merkt man sofort nach Inbetriebnahme auf der Gasrechnung, sodass sich die Gas-Solar-Kombi vergleichsweise schnell rechnet. Die Amortisationszeit hängt unter anderem von den Investitionskosten sowie den aktuellen und künftigen Gaspreisen ab. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sich die Anlage nach spätestens zehn Jahren zu rechnen beginnt. Somit gehört diese Kombi zu den günstigeren Heizsystemen auf dem Markt. Zudem ist die Gas-Solar-Kombi förderungsfähig. Sowohl Bafa als auch KfW bieten Zuschüsse und zinsgünstige Kredite.

Top