Förderung

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Baukindergeld

Baukindergeld soll Familien den Erwerb von Wohneigentum erleichtern. Wer nach dem 1. Januar 2018 ein Haus gekauft oder mit dem Bau begonnen hat, kann die Zuschüsse beantragen. Welche Bedingungen gelten hier?

Bausparen12.000 Euro Zuschuss pro Kind können Familie für das eigene Zuhause vom Staat erhalten.© drubig-photo / Fotolia.com

Familien mit Kindern und Alleinerziehende, die Wohneigentum kaufen oder bauen, können rückwirkend zum 1. Januar 2018 vom Baukindergeld profitieren. Die Anspruchsberechtigten erhalten jährlich 1.200 Euro für jedes Kind. Die Anträge können ab 18. September 2018 bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) online gestellt werden, die das Baukindergeld jährlich auszahlt, erklärt die Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Wer kann Baukindergeld beantragen?

Grundvoraussetzung für das Baukindergeld ist, dass die Familie erstmalig Wohneigentum erwirbt und tatsächlich in der geförderten Immobilie wohnt. Deshalb muss spätestens drei Monate nach dem Einzug eine Meldebestätigung vorgelegt werden. Anspruch auf die Förderung hat nur, wer im Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 baut oder kauft. Für Bauherren wichtig: Maßgeblicher Stichtag ist der Tag, an dem die Baugenehmigung für das Bauvorhaben erteilt wurde. Beim Kauf einer Immobilie gilt der Tag des notariellen Kaufvertrags, sagt Karsten Eiß von der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Einen Antrag können Familien und Alleinerziehende stellen, in deren Haushalt mindestens ein Kind gemeldet ist, das jünger als 18 Jahre ist und für das Anspruch auf Kindergeld besteht. Wird ein Kind innerhalb der Förderdauer volljährig, bleibt die Förderung erhalten, solange noch Anspruch auf Kindergeld besteht und das erworbene Wohneigentum zehn Jahre ununterbrochen selbst genutzt wird.

Wie hoch ist das Baukindergeld?

Die Höhe der Förderung beträgt pro Kind und Jahr 1.200 Euro, bei einer Förderdauer von zehn Jahren also 12.000 Euro. Zusätzliches Schmankerl für alle Familien, die in Bayern wohnen: Der Freistaat erhöht die Förderung um jährlich 300 Euro je Kind. Zusätzlich können Familien dort die Bayerische Eigenheimzulage in Höhe von 10.000 Euro einmalig in Anspruch nehmen.

Welche Einkommensgrenzen gelten hier?

Förderberechtigt sind ausschließlich Familien mit Kindern und Alleinerziehende, deren zu versteuerndes Jahreshaushaltseinkommen 75.000 Euro zuzüglich 15.000 Euro je Kind nicht übersteigt. Bei einer Familie mit zwei Kindern sind das zum Beispiel 105.000 Euro. Achtung: Das zu versteuernde Einkommen ist nicht gleich das Bruttoeinkommen. Es wird berechnet, indem vom Bruttoeinkommen alle Werbungskosten und Freibeträge abgezogen werden. Maßgeblich für den Anspruch ist der Durchschnitt der zu versteuernden Einkommen des zweiten und dritten Kalenderjahres vor Antragstellung.

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