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Schnell, bequem, unkompliziert: Banking per App

Online-Banking und Überweisungen und Co. via Smartphone zu erledigen bietet viele Vorteile. Programme für das Handy oder Tablet bieten die Bankinstitute selbst, aber auch von den Instituten losgelöste Firmen an. Worauf sollte man achten?

27.05.2020, 10:14 Uhr
Online BankingBanking-Apps bietet sehr viel mehr als nur die Möglichkeit, unterwegs einen Überblick über die Finanzen zu behalten.© bloomua / Fotolia.com

Mal eben schnell den Kontostand prüfen, Überweisungen tätigen oder einen Dauerauftrag einrichten: Mit einer Banking-App ist all das bequem und unkompliziert von unterwegs aus möglich - vom Smartphone oder Tablet. Einzige Voraussetzung ist, dass das Bankkonto für Online-Banking freigeschaltet ist. Doch ist Banking per App wirklich sicher? Und worauf sollten Nutzer bei der Auswahl und Nutzung einer Banking-App konkret achten?

Banking-Apps: wichtige Funktionen im Überblick

Der Funktionsumfang von Banking-apps variiert Programm zu Programm. Grundfunktionen der Kontoverwaltung werden beim Banking per App standardmäßig angeboten - so etwa das Einsehen von Kontobewegungen der letzten drei Monate, das Tätigen von Überweisungen und das Anlegen und Verwalten von Daueraufträgen. Darüber hinaus bieten einige Apps die Möglichkeit, Geld ins Ausland zu überweisen.

Des Weiteren gilt: Die meisten Geldinstitute wie beispielsweise die Sparkasse oder die Postbank verfügen über eigene Banking-Apps, die ausschließlich für Konten dieser Banken nutzbar sind. Sowohl im Google Play Store als auch im Apple App Store sind jedoch zahlreiche Apps erhältlich, mit denen sich Konten bei verschiedenen Banken verwalten lassen. Dies gilt beispielsweise für die App Outbank für Android und iOS. Durch Kategorisierung von Ausgaben hat man bei diesem Programm z.B. auch einen sehr guten Überblick über seine Asugaben.

Die Banking-App der Sparkasse bietet Nutzern beispielsweise die Möglichkeit, Überweisungen bequem per QR-Code oder durch Abfotografieren der Rechnung durchzuführen. Alle wichtigen Informationen wie der Kontoinhaber und die IBAN werden automatisch ausgelesen, sodass lästiges und zeitaufwendiges Eintippen von Hand beim Banking per App entfällt. Auch Plausibilitätsprüfungen eingegebener Überweisungsdaten, Warnungen vor versehentlichen Doppelüberweisungen und Benachrichtigungen über neue Umsätze zählen zum Funktionsumfang der Sparkassen-App sowie vieler weiterer Banking Apps.

Sicheres Banking per App: Worauf achten?

Die Zeitschrift Capital hat gängige Banking-Apps einem Test unterzogen (Ausgabe April 2020). Das Ergebnis: Von den getesten Anbietern erreichten mehrere die volle Punktzahl beim Prüfkriterium Sicherheit (30 Punkte). Allerdings ist die Spannweite groß: Mit 18,3 Punkten schnitten "ing Banking to go" und "die Mobilbanken-App "Revolut" am schlechtesten ab. Testsieger insgesamt war die App der Sparkassen und ganz vorne mit dabei waren die Programme von Deutsche Bank Mobile, VR-Banking, Norisbank, Comdirect, Commerzbank Banking und Consorsbank.

Dennoch sollten Bankkunden, die von den zahlreichen Vorteilen des Bankings per App profitieren möchten, einige Hinweise beachten. So sollten Banking-Apps immer aus den offiziellen App-Stores bezogen werden. Mindestens ebenso wichtig ist es, die Sicherheitseinstellungen des Smartphones oder Tablet-PCs regelmäßig zu überprüfen und niemals wichtige Daten (zum Beispiel das Online-Banking-Passwort) auf dem Gerät zu speichern. Wird das Gerät gestohlen und die Daten werden missbraucht, könnte der Kunde schlimmstenfalls auf dem entstandenen Schaden sitzenbleiben.

Beim Banking per App sollten niemals sensible Daten an die Bank oder den Entwickler der App weitergegeben werden - sämtliche Daten sollten also auf dem Smartphone bleiben. Ob dies der Fall ist, können Nutzer in den allgemeinen Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzhinweisen der App nachlesen. Beides sollte bereits vor der Installation im jeweiligen App Store einsehbar sein. Eine gute Banking-App verfügt außerdem über weitere Sicherheitsvorkehrungen. Sie verbietet beispielsweise Screenshots und loggt den Nutzer bei längerer Inaktivität automatisch aus.

Was können Nutzer noch tun, um die Sicherheit zu erhöhen?

Bankkunden können einiges tun, um die Sicherheit beim Banking per App zusätzlich zu erhöhen. Besonders wichtig ist ein

sicheres, selbstgewähltes Passwort,

das mindestens acht Stellen lang sein und neben Groß- und Kleinbuchstaben auch Zahlen und Sonderzeichen umfassen sollte. Im Idealfall lässt sich die Banking-App nur mit Passwort oder Fingerabdruck öffnen. Allerdings muss diese Funktion bei vielen Apps erst in den Einstellungen aktiviert werden. Die Freigabe von Aufträgen erfolgt beim Banking per App z.B. via ChipTan - eine sehr sichere Methode, da ein ein externer Tan-Erzeuger benötigt wird. Mit der EU-Zahlungsrichtlinie ist für das Online-Banking die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung vorgeschrieben. Ein Passwort allein genügt nicht mehr, um eine Überweisung durchführen zu können, eine weitere Identifikation ist nötig. Viele Banken haben das über eine App zur Authentifizierung gelöst, bei denen beispielsweise zusätzlich das Smartphone und die Finderabdrucksperre für die Freigabe einer Transaktion genutzt werden müssen.

Nicht zuletzt gilt der Hinweis: Nutzer von Mobile Banking sollten ihre Banking-App niemals in öffentlichen WLAN-Netzwerken nutzen, um zu verhindern, dass sensible abgegriffen werden.

Fazit: Banking per App als sichere Alternative für unterwegs

Wer die genannten Tipps und Hinweise zur Nutzung von Banking-Apps berücksichtigt, kann seine Geldgeschäfte guten Gewissens mobil erledigen, denn in diesem Fall ist das Banking per App genauso sicher wie das klassische Online-Banking. Ob Konto-Check, Überweisungen oder Daueraufträge: Der Funktionsumfang vieler Banking Apps ist sehr groß, und auch in puncto Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit können die meisten Anwendungen punkten.

Weiterführende Links
  • Zu den Testergebnissen der Zeitschrift Capital
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