Altersvorsorge

Zulage für Riester-Sparer wird ab 2018 erhöht

Wer in eine Riester-Rente einzahlt, der profitiert ab dem kommenden Jahr von einer höheren Zulage. Ab diesem Zeitpunkt wird auch eine Steuererleichterung für diejenigen eingeführt, die sich mit einer Einmalzahlung abfinden lassen.

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Berlin - Riester-Sparer bekommen ab 2018 mehr Förderung. Die Grundzulage steigt ab dem 1. Januar von 154 Euro auf 175 Euro pro Jahr, erklärt das Bundesfinanzministerium in Berlin. Die Zulagen für Kinder bleiben gleich: Für jedes Kind, das nach dem 31. Dezember 2007 geboren wurde, erhalten Sparer zusätzlich 300 Euro pro Jahr und Kind, für davor geborene Kinder 185 Euro pro Jahr.

Beispielrechnung: In wie weit erhöhen sich die Zulagen

Für eine Person mit zwei Kindern, die 20 Jahre in einen Riester-Vertrag einzahlt, summieren sich allein die Zulagen auf 15.500 Euro. Um die vollen Zulagen zu bekommen, müssen Sparer mindestens vier Prozent der Einkünfte, maximal 2.100 Euro, pro Jahr in ihren Riester-Vertrag einzahlen - abzüglich der Zulagen.

Ermäßigte Besteuerung bei Einmalzahlungen

Neu geregelt wurde außerdem die Abfindung bei kleinen Renten: Ist der monatliche Rentenanspruch bei einem Riester-Vertrag gering, hat der Anbieter das Recht, diesen Rentenanspruch mit einer Einmalzahlung zu Beginn der Auszahlungsphase abzufinden. Diese Einmalzahlung ist im Jahr der Auszahlung voll steuerpflichtig. Ab dem Veranlagungszeitraum 2018 werden diese Einmalzahlungen nun ermäßigt besteuert.

Neues Wahlrecht für die Auszahlung

Neue Riester-Produkte müssen ab 2018 ein Wahlrecht enthalten: Sparer können wählen, ob sie die Abfindung ihrer Kleinbetragsrente zu Beginn der Auszahlungsphase erhalten möchte oder zum 1. Januar des darauffolgenden Jahres. Der Hintergrund: Wird die Abfindung in dem Jahr des ersten vollen Rentenbezugs gezahlt, haben Sparer üblicherweise geringere Einkünfte. Die Steuerlast, die sich durch die Einmalzahlung ergibt, ist damit meist geringer.

Quelle: DPA

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