Gegen Castor

Zukunft ohne Atomkraft: Greenpeace-Jugendliche in Aktion

Mit einem Regenbogen aus Stoff als "Tor der Zukunft" und selbstgebauten Sonnen-, Wind- und Wasserkraftwerken haben 60 Greenpeace-Jugendliche am Wochenende ein Zeichen für eine saubere Zukunft gesetzt. Das Schild "Durchfahrt für Castoren verboten!" sollte zeigen, dass in der Zukunft kein Platz für Atomkraft sei.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Splietau (red) - 60 Greenpeace-Jugendliche aus Deutschland, Frankreich, den USA und der Schweiz haben gestern Morgen im Wendland mit einem sechs mal drei Meter großen Regenbogen ein Zeichen des Protestes gesetzt. Der Regenbogen aus Stoff soll das "Tor zur Zukunft" der jungen Generation symbolisieren. Er stand in Splietau an einer der möglichen Strecken, auf der der Atommüll in den nächsten Tagen aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben transportiert wird.

Mit einem großen Schild "Durchfahrt für Castoren verboten!" wollten die Jugendlichen zeigen, dass Atomkraft und die damit verbundenen Transporte keinen Platz in ihrer Zukunft finden, stattdessen hatten sie hinter dem Regenbogentor 60 selbst gebaute "Kraftwerke der Hoffnung" aufgestellt. Die Sonnen-, Wind- und Wasserkraftwerke standen für eine Zukunft, die sich die Jugendlichen wünschen. "Wir wollen unsere Zukunft nämlich nicht in Strahlenanzügen verbringen müssen", sagte die 16-jährige Julia Lingenfelder aus Köln.

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