Strompreiserhöhung

Zeitung: RWE erleidet millionenschwere Einbußen bei Erlösen

Einem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge, muss RWE im kommenden Jahr mit sinkenden Erlösen rechnen. Allein beim Stromabsatz in Nordrhein-Westfalen bleiben die Einnahmen voraussichtlich um 30 bis 40 Millionen Euro unter den Erwartungen. Grund ist die nicht genehmigte Strompreiserhöhung um acht Prozent.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-nrw/sm) - Die Erlöse bei Deutschlands größtem Stromversorger, dem Essener RWE-Konzern, werden einem Bericht der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe) zufolge im neuen Jahr deutlich spärlicher als bislang geplant fließen. Allein beim Stromabsatz in Nordrhein-Westfalen bleiben die Einnahmen voraussichtlich um 30 bis 40 Millionen Euro unter den Erwartungen.

Grund sind die Kürzungen, die der nordrhein-westfälische Energieminister Axel Horstmann (SPD) im Genehmigungsverfahren an den geplanten Strompreiserhöhungen der RWE-Tochtergesellschaften Rhein-Ruhr und Westfalen-Weser-Ems mit ihren insgesamt 3,6 Millionen Kunden vorgenommen hat. Danach dürfen diese Gesellschaften ihre Preise zum 1. Januar nicht wie geplant um gut acht Prozent, sondern um lediglich sechs Prozent anheben.

Nach RWE-Angaben steigen die Stromkosten eines Durchschnittshaushalts mit einem Verbrauch von jährlich 3500 Kilowattstunden lediglich um 37,20 Euro. Ohne die ministeriell verfügte Kürzung hätten diese Mehrkosten bei knapp 44 Euro gelegen.

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