Tipp

Wohngebäudeversicherung lieber selbst kündigen

Vielen Hausbesitzern flattern derzeit Schreiben ihrer Wohngebäudeversicherung ins Haus, in denen ihnen das Weiterführen der Verträge nur mit erheblichen Preiserhöhungen angeboten wird. Wer nicht unterschreibt, dem droht teilweise sogar die Kündigung.

24.09.2013, 11:49 Uhr
Einfamilienhaus© RRF / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - "Eine Kündigung durch den Versicherer sollte auf jeden Fall vermieden werden", warnt die Verbraucherzentrale NRW, "denn rausgeschmissene Kunden gelten als große Risiken, die deshalb dann nur schwer wieder Verträge mit guten Preis- und Leistungsverhältnissen bekommen. Im schlimmsten Fall gibt es gar keinen Schutz oder muss dieser mit hohen Selbstbehalten teuer erkauft werden."

Kündigung der Versicherung vermeiden

Der neue Versicherer fragt nach, ob und wo bislang Versicherungsschutz gewährt wurde. Eine Kündigung durch den Versicherer interpretiert der neue Anbieter meist als Ausschluss wegen zu hoher Schadensrisiken. Deshalb empfiehlt es sich immer, dass Kunden selbst kündigen – nachdem sie Angebote von anderen Versicherern eingeholt und diese verglichen haben.

Wer es angesichts der drohenden Kündigung nicht mehr schafft, nach einem günstigeren Anbieter Ausschau zu halten und zu wechseln, sollte erst das unterbreitete Angebot annehmen und sich dann aus dieser abgesicherten Position heraus nach einem günstigeren Versicherer umsehen.

Wohngebäudeversicherung ist fast ein Muss

Die Wohngebäudeversicherung schützt Hausbesitzer vor Risiken, die sich aus Feuer-, Sturm-, Hagel- und Leitungswasserschäden ergeben. Versichert ist das Wohngebäude selbst – nicht dessen Inhalt. Im Schadensfall zahlt der Versicherer für alle Maßnahmen, um die Immobilie wieder instandzusetzen oder im schlimmsten Fall komplett wieder aufzubauen. Die Wohngebäudeversicherung ist für jeden Hausbesitzer daher fast ein Muss.

Bei Fragen und Problemen rund um den Versicherungsschutz hilft die Versicherungsberatung der Verbraucherzentrale NRW.

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