Preissteigerungen

Wofür Verkehrssünder draufzahlen müssen

Am 1. Mai ist ein neues Regelwerk in Kraft getreten, nach dem sich Autofahrer im Straßenverkehr richten müssen. Dabei wurde nicht nur das gesamte Punktesystem überarbeitet, auch die Höhe der Bußgelder hat sich geändert. Bestimmte Verkehrsdelikte sind dadurch erheblich teurer geworden.

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Geändertes Punktesystem

Die Punkteverteilung für die verschiedenen Verkehrssünden hat sich grundlegend geändert. Während es ehemals 18 Punkte brauchte, bis einem der Führerschein entzogen wurde, sank die Grenze auf acht Punkte. Verstöße gegen die Verkehrsordnung werden dafür aber auch nicht mehr mit ein bis sieben Punkten geahndet, sondern nur noch mit ein bis drei Punkten in Flensburg bestraft. Dabei kassiert man einen Punkt für Ordnungswidrigkeiten, zwei Punkte für grobe Ordnungswidrigkeiten inklusive Fahrverbot sowie Straftaten und drei Punkte für Straftaten, bei denen auch die Fahrerlaubnis entzogen wird. Im Fahreignungsregister werden grundsätzlich nur noch die Delikte erfasst, die oberhalb einer Geldbuße von 60 Euro liegen.

Erhöhtes Bußgeld bei Ordnungswidrigkeiten

Dementsprechend sind auch hauptsächlich jene Sünden teurer geworden, die unter der 60-Euro-Grenze lagen, weiß der ADAC. Darunter fallen:

  • Handyverstoß (von 40 Euro auf 60 Euro)
  • Winterreifenpflicht (von 40 Euro auf 60 Euro)
  • rechtswidriges Verhalten an Schulbussen (40 Euro auf 60 Euro)
  • Missachtung der Kindersicherungspflicht bei Gefährdung (von 50 Euro auf 70 Euro)
  • Zeichen eines Polizeibeamten nicht befolgt (von 50 Euro auf 70 Euro)
  • Vorfahrtverstoß (von 50 auf 70 Euro)
  • Fußgängergefährdung im Fußgängerbereich (40 Euro auf 60 Euro)
  • Fahren ohne Zulassung (von 50 Euro auf 70 Euro)
  • Verstoß gegen Ladungssicherungspflichten (von 50 Euro auf 60 Euro)

Ebenfalls erhöht wurde das Bußgeld für Verkehrssünden, die nicht mehr in das Punktesystem aufgenommen werden sollten, wie beispielsweise ein fehlendes Kennzeichen (Erhöhung von 40 Euro auf 60 Euro) oder die Missachtung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für LKW (von 380 auf 570 Euro).

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