Energieprognose

Wirtschaftsministerium erwartet sinkenden Energieverbrauch

Das Bundeswirtschaftsministerium geht langfristig von einem geringeren Energieverbrauch aus. "Der Energieverbrauch in Deutschland wird langfristig sinken", sagte Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der Energieprognose bis zum Jahr 2030.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Allein die privaten Haushalte würden dann 14 Prozent weniger verbrauchen als 2002. Verantwortlich für den Energierückgang seien vor allem effizientere Geräte sowie der Rückgang des Heizenergieverbrauchs durch sanierte Gebäude und wirkungsvollere Wärmeanlagen.

Die Verbraucherpreise für Heizöl und Erdgas werden den Angaben zufolge weiter steigen, während die Strompreise nur geringfügig zulegen würden. Auch bei den Benzinpreise sei mit einem Anstieg zu rechnen.

Die Mischung der Stromerzeugung wird sich der Studie zufolge in den kommenden Jahren deutlich ändern. Die Erzeugung in Deutschland werde sich bis 2030 verstärkt auf Erdgas stützen. Dessen Anteil werde sich von 9 auf 33 Prozent erhöhen. Die heimische Braunkohle, die heute einen Anteil von 26 Prozent habe, rücke mit 29 Prozent auf Platz zwei. Die erneuerbaren Energien würden sich deutlich auf 26 Prozent der Bruttostromerzeugung erhöhen, während die Atomkraft, deren Anteil heute bei 30 Prozent liegt, mit dem Ausstieg aus der Kernenergie herausfällt. Auch der Anteil der Steinkohle werde sich deutlich von 25 Prozent auf 8,5 Prozent reduzieren.

Weltweit werde der Energieverbrauch allerdings um 60 Prozent zulegen. Dabei werde der Zuwachs vor allem auf die Entwicklungsländer entfallen.

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