Baden-Württemberg

Wirtschaftsminister Pfister: Anteil der Kernkraft muss abnehmen

Für einen ausgewogenen Mix aus Kohle, Gas, Atomkraft und erneuerbaren Energien hat sich der baden-württembergische Ministerpräsident Ernst Pfister (FDP) ausgesprochen. Dazu müsse der Anteil fossiler Energieträger und der Kernkraft tendenziell abnehmen, sagte er heute in Stuttgart.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stuttgart (ddp/sm) - Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) plädiert dafür, den Anteil der Kernkraft mittelfristig zurückzufahren. Notwendig sei ein "ausgewogener Energiemix" aus Kohle, Gas, Atomkraft und erneuerbaren Energien, sagte Pfister am Montag in Stuttgart.

"Der Anteil fossiler Energieträger und der Kernkraft muss tendenziell abnehmen und der Anteil der erneuerbaren Energien zunehmen", betonte Pfister. Mehr Bedeutung als bisher müsse das Energiesparen bekommen.

Es liege aber auf der Hand, dass der Kernenergieanteil an der Stromerzeugung nicht nur aus Kostengründen, sondern auch technisch kurz- oder auch nur mittelfristig nicht durch alternative Energien ersetzt werden könne. Der FDP-Politiker forderte deshalb, die Laufzeit für Atomkraftwerke "um 10 bis 15 Jahre zu verlängern". Für den Bau neuer Kernkraftwerke bestehe allerdings "derzeit kein Bedarf".

Das könnte Sie auch interessieren
  • Tagebau

    Kohlekommission entscheidet fast einstimmig

    21 Stunden haben die Mitglieder der Kohlekommission diskutiert und letztendlich tatsächlich fast einstimmig entschieden. Demnach soll Ende 2038 der Ausstieg aus der Kohleverstromung geschafft sein. Welche Punkte gehören sonst zum Ausstiegsplan?

  • Erneuerbare Energien

    Prognose: Kohle- und Ökostrom liegen 2018 gleichauf

    2018 wurde mehr Ökostrom produziert. Gleichzeitig ist die Stromerzeugung in Kohlekraftwerken zurückgegangen. Wie sieht der Energiemix für das laufende Jahr aus? Der BDEW hat seine Prognose bekanntgegeben.

  • Stromtarife

    Strombranche setzt weiter auf Energiemix mit Atomstrom

    Die Stromerzeugung aus Kraftwerken der Stromversorger stieg 2004 um knapp ein Prozent auf 529 Milliarden Kilowattstunden. Dabei waren Kohle und Kernenergie die wichtigsten Energieträger: Der Anteil von Braunkohle betrug 27 Prozent. Kernenergie stellte unverändert 30 Prozent der Produktion, heißt es in einer neuen Broschüre.

  • Hochspannungsleitung

    Primärenergieverbrauch sank im ersten Quartal 2005

    Der Primärenergieverbrauch in Deutschland lag nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im ersten Quartal 2005 trotz kühlerer Temperaturen und eines gesamtwirtschaftlichen Wachstums mit knapp 135 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten um 1,5 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal.

  • Strom sparen

    Trittin warnt vor Rolle rückwärts in Energiepolitik

    Was passiert mit der Förderung erneuerbarer Energien falls CDU und FDP im September an die Macht kommen? In der Branche herrscht Unruhe, Umweltminister Trittin warnte vor Rückschritten, Naturschützer sehen keine Alternativen zu Sonne, Wind und Wasser. CDU und FDP wollen mindestens die Wirtschaftlichkeit überprüfen.

Top