Umdenken

Wirtschaftsminister fordern Konzept für Windkraft

Auf ihrer Konferenz im sachsen-anhaltinischen Wörlitz haben sich die Wirtschaftsminister der Bundesländer für ein Umdenken bei der Förderung von Strom aus Windkraft ausgesprochen. Sie müsse ökologisch und ökonomisch sinnvoll in das Gesamtenergiekonzept eingeordnet werden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wörlitz (ddp/sm) - Die Wirtschaftsminister der Länder fordern ein Umdenken in der Energiepolitik. Auf ihrer Konferenz im sachsen-anhaltischen Wörlitz stellten sie die Windenergie zwar nicht in Frage, sprachen sich aber für eine ökologisch und vor allem ökonomisch sinnvolle Einordnung der Windkraft in das Gesamtenergiekonzept aus.

Sachsen-Anhalts Ressortchef Horst Rehberger (FDP) sagte am Freitag zum Abschluss des Treffens, regenerative Energien nähmen eine wichtige Rolle ein und deren Bedeutung wachse noch. Der Zwang zur Abnahme von Windenergie durch die Netzbetreiber gefährde aber die Sicherheit der Stromversorgung.

Die Kostenbelastung der Stromverbraucher steige durch Einspeisevergütungen, Netzausbau und der Bereitstellung einer Energiereserve. Inzwischen lägen die Subventionen der Windkraft über einem mehrfachen der Steinkohle, monierte der saarländische Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi (CDU).

Das könnte Sie auch interessieren
  • Tarife

    Prognose: EEG-Umlage sinkt im kommenden Jahr

    Die EEG-Umlage soll dem Bundesverband Erneuerbarer Energien zufolge im kommenden Jahr sinken. Am 15. Oktober legen die vier deutschen Netzbetreiber die Höhe der Umlage fest. Die Umlage zahlen Stromkunden über ihre Energierechnung.

  • Geld sparen

    Netzentgelte sinken - Strom wird 2019 günstiger

    Die Übertragungsnetzbetreiber haben angekündigt, die Netzentgelte im kommenden Jahr zu senken. Für private Verbraucher und insbesondere für Firmen könnte die Stromrechnung dann niedriger ausfallen.

  • Strompreise

    Exkurs III: Merkel kündigt "Kurskorrektur" in der Energiepolitik an

    Bei einem eventuellen Regierungswechsel will die CDU die Instrumente der Energiepolitik überprüfen. Insbesondere die Ökosteuer, das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz seien nicht ausreichend aufeinander abgestimmt und führten zu Doppelbelastungen, sagte Angela Merkel in dieser Woche.

  • Strom sparen

    Exkurs II: So verteidigen die Grünen ihre Energiepolitik

    Auch Umweltminister Jürgen Trittin, Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt und die energiepolitische Sprecherin der Grünen, Michaele Hustedt, haben in dieser Woche ihre Energiepolitik verteidigt. Das EEG sei überaus erfolgreich und eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken mit Problemen verbunden.

  • Strompreise

    Hessischer Landtag diskutiert über Biblis

    In einer von der Grünen-Fraktion beantragten Aussprache haben sich die Mitglieder des hessischen Landtags über die Zukunft des RWE-Meilers Biblis unterhalten. Während sich SPD, Die Grünen und BUND für ein "atomfreies Hessen" aussprachen, wollen CDU und FDP auf einen Energiemix inklusive Kernkraft setzen.

Top