Plus 20 Prozent gegenüber 2001

Windstromerzeugung in Deutschland legte 2002 weiter zu

Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) hat die Windenergie-Statistik 2002 für die Bundesrepublik vorgelegt. Demnach wurden im vergangenen Jahr 16,5 Milliarden Kilowattstunden Windstrom erzeugt. 2003 sollen neun Prozent des Stroms aus regenerativen Energien stammen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) hat heute die Zahlen für den deutschen Windmarkt 2002 vorgelegt. Danach wurden im vergangenen Jahr Windkraftanlagen mit einer Leistung von 3168 MW neu errichtet. 2001 waren es noch 2645 MW. Die Gesamtleistung in Deutschland - einschließlich Rückbau - erreichte am 31. Dezember 2002 insgesamt 11.875 MW (2001: 8712). Die Stromerzeugung stieg von 10,7 auf 16,5 Milliarden Kilowattstunden und liegt damit innerhalb der für das vergangene Jahr prognostizierten Bandbreite. Vorausgesagt waren zwischen 15 und 17 Milliarden Kilowattstunden.

"Nach dem Rekordjahr 2002 und einer erneuten Steigerung der neu installierten Windleistung um rund 20 Prozent erwarten wir für 2003 eine Konsolidierung auf dem nationalen Markt", sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch. Die deutsche Stromerzeugung aus Wind wird nach einer neuen IWR-Prognose im Jahr 2003 von 16,5 auf 21 bis 24 Milliarden Kilowattstunden weiter ansteigen. Insgesamt könnten 2003 erstmals mehr als 50 Milliarden Kilowattstunden Strom aus regenerativen Energien stammen - das wären rund neun Prozent des Stromverbrauchs in der Bundesrepublik.

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