Preissteigerungen

Wie Palladium die Autopreise beeinflusst

Eine Verdoppelung des Palladium-Preises - wen interessiert das außerhalb des Börsenparketts, und wen betrifft das? Doch wenn man weiß, in welch enormen Mengen die Autoindustrie das Metall nachfragt und wofür, wird das Problem deutlich transparenter.

Neuwagen-Versicherung© Michael S. Schwarzer / Fotolia.com

Eine Verdoppelung des Palladium-Preises - wen interessiert das außerhalb des Börsenparketts, und wen betrifft das? Doch wenn man weiß, in welch enormen Mengen die Autoindustrie das Metall nachfragt und wofür, wird das Problem deutlich transparenter.

Wer Palladium braucht

Zwar ist Palladium in vielen Produkten enthalten und wird auch von der Elektroindustrie und der Medizintechnik benötigt, doch die Autobauer sind zu einem deutlich höheren Prozentsatz auf Palladium angewiesen. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge entfallen ganze 60 Prozent des weltweiten Palladium-Bedarfs auf die Automobilindustrie. Ein Haupteinsatzszenario ist demnach der Bau von Katalysatoren, die sich durch den verdoppelten Preis für das Weißmetall künftig auch verteuern dürften. Der Grund für den Preisanstieg sei so simpel wie wirksam: Verknapptes Angebot und steigende Nachfrage.

Wo Palladium herkommt

Insbesondere aus den südafrikanischen Minen werden derzeit beinahe täglich Unruhen gemeldet. Dort werden neben Platin auch Palladium sowie weitere Metalle und Erze abgebaut. Noch ist nicht klar, wie lange die erwartete Preissteigerung anhalten wird und inwieweit die Autobauer die gestiegenen Produktionskosten an ihre Kunden weiterreichen. Zuletzt hatte zwar BMW höhere Preise für einige beliebte Modellreihen angekündigt, doch branchenweite Preissteigerungen für Zubehörteile waren bis dato ausgeblieben.

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