Preissteigerungen

WG-Zimmer: Miete liegt im Schnitt bei fast 400 Euro

WG-Zimmer sind für Studenten die günstige Alternative bei der Suche nach einer eigenen Wohnung.

Straßenverkehr© ArTo / Fotolia.com

WG-Zimmer sind für Studenten die günstige Alternative bei der Suche nach einer eigenen Wohnung. Günstig? Das war vielleicht einmal: Denn im Schnitt kostet das Zimmer in einer Wohngemeinschaft 383 Euro und damit 5,9 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

München hat die teuersten WG-Zimmer

Studenten verfügen zumeist nur ein begrenztes Budget. Deshalb sind sie auch häufig auf eine günstige Unterbringung angewiesen. Das ist aber auf dem deutschen Wohnungsmarkt derzeit schwer zu realisieren. Ein Ranking des Immobilienentwicklers GBI zeigt, dass Studenten je nach Studienort sehr tief in die Tasche greifen müssen, um eine Wohnung oder ein Zimmer zu finanzieren, berichtet die Online-Ausgabe der Welt. Die höchsten Mieten werden demnach wie zu erwarten in München veranschlagt. Im Schnitt kostet dort ein WG-Zimmer 521 Euro. Auf Platz Zwei in der Rangliste der teuersten WG-Zimmer liegt demnach Frankfurt am Main mit einer durchschnittlichen Miete von 425 Euro.

Wohnungsmangel in den Studentenhochburgen

Ein weiteres Problem bei der Wohnungssuche ist der angespannte Markt. In 39 der 87 großen Universitätsstädte ist schlichtweg nicht genügend Wohnraum vorhanden, so die Untersuchung der GBI. Auch das kann Ursache für die gestiegenen Preise sein. Besonders knapp seien die WG-Zimmer in München, Frankfurt und Hamburg, aber auch in Gießen, Marburg oder Tübingen habe sich die Situation verschlechtert. Für die Zukunft ist wohl kaum mit einer Entspannung zu rechnen: Laut GBI-Experte ziehen Studenten die großen und damit teuren Städte anderen Studienorten vor.

Einzimmerwohnungen bieten keine Lösung

Bei den Einzimmerwohnungen sieht es einer weiteren Studie zufolge sogar noch ungünstiger aus. Laut der Auswertungen der Immowelt AG kostet eine 30 Quadratmeter große Wohnung in München im Schnitt 561 Euro pro Monat, der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt bei 18,70 Euro. Danach folgen Frankfurt am Main mit einem Durchschnittspreis von 15,50 Euro pro Quadratmeter, Ingolstadt mit 14 Euro und Stuttgart mit 13,90 Euro pro Quadratmeter.

Das könnte Sie auch interessieren
  • mobiles Internet

    Analyse: Bafög-Wohnpauschale liegt oft deutlich unter Mietpreisen

    Der Anteil beim Bafög, der Studenten einberechnet wird, um die monatliche Miete zu zahlen, reicht in vielen Städten bei weitem nicht aus, zeigt eine aktuelle Untersuchung. Bis zu 465 Euro kann die Differenz demnach erreichen.

  • Mietvertrag

    Preisanstieg bei Mieten schwächt ab - Kauf wird noch teurer

    Die Mieten sind in den großen Städten in Deutschland 2018 weiter in die Höhe geschnellt, aber zumindest nicht mehr so stark wie noch im Jahr zuvor. Bei den Kaufpreisen waren hingegen weiter große Sprünge zu beobachten.

  • Eigenheim

    Preisgefälle bei Immobilien ist enorm

    Wer sich eine Immobilie kaufen möchte, muss dafür in München am meisten bezahlen. Die Preisgefälle sind einer Studie zufolge je nach Standort erheblich: In ländlichen Regionen kann man für den Preis eines Münchener Einfamilienhauses gleich 17 Gebäude kaufen.

  • Schwerin

    Die günstigste Regionalklasse gibts in Schwerin

    Bei der Kfz-Regionalklasse hat unter den Landeshauptstädten Schwerin die Nase vorn. Hier ist man in der Klasse 1 versichert. Mehrere andere Städte wurden hochgestuft, darunter Kiel, Hannover und Bremen.

  • Geld

    Grunderwerbsteuer in Brandenburg soll steigen

    Ab dem 1. Juli 2015 soll der Steuersatz beim Kauf einer Immobilie in Brandenburg von derzeit fünf Prozent auf dann 6,5 Prozent steigen. Der Beschluss steht noch aus, ein entsprechender Gesetzesentwurf liege jedoch bereits vor, wie der Baufinanzierer Interhyp mitteilt.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.
Top