Versicherung

Wer zahlt Hochwasserschäden an der Solaranlage?

Das Hochwasser im Juni hat auch an vielen Photovoltaikanlagen Schäden verursacht. Diese Schäden werden in der Regel von der Gebäudeversicherung ersetzt, erklärt die Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig. Allerdings nur unter einer Voraussetzung.

09.07.2013, 14:06 Uhr
Solaranlage© electriceye / Fotolia.com

Leipzig (dpa/tmn/red) - Der Versicherte muss sich auch gegen sogenannte Elementarschäden abgesichert haben. In diesem Fall werden die Reparaturkosten oder Kosten für eine Neubeschaffung übernommen.

Anlage muss der Versicherung gemeldet werden

Die Photovoltaik-Anlage gilt baulich gesehen als ein Bestandteil des Gebäudes. So wird sie üblicherweise in die Gebäudeversicherung mit aufgenommen. Das setzt jedoch voraus, dass sie dem Versicherer gemeldet wurde. Ist dies geschehen, sind Schäden, die durch Sturm, Hagel, Feuer, Blitz und Leitungswasser entstehen, versichert. Naturgefahren - wie Hochwasser - sind nur über die zusätzliche Elementarschadenversicherung gedeckt.

Spezielle Versicherungen für die Solaranlage

Es gibt aber auch spezielle Photovoltaikversicherungen. Dabei handelt es sich nach Angaben der Verbraucherschützer um eine sogenannte Allgefahrenversicherung. Das heißt: Alle möglichen Gefahren sind abgedeckt, sofern sie nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. Über diese Policen sind dann zum Beispiel auch Schäden durch Hochwasser, Überschwemmung und Erdrutsch gedeckt. Versichert sind grundsätzlich sämtliche Teile, die zur Photovoltaik-Anlage gehören, zum Beispiel auch Wechselrichter, die den Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln.

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