Abschaltung von Biblis

Weniger Strom von hessischen Energieversorgern

Die Stromproduktion in hessischen Kraftwerken ist im vergangenen Jahr stark zurückgegangen. Mit 22,3 Milliarden Kilowattstunden erzeugten die hessischen Energieversorger knapp 20 Prozent weniger Strom als 2003, wie das Statistische Landesamt heute in Wiesbaden mitteilte.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Im Jahr 2003 wurden in den hessischen Kraftwerken der allgemeinen Energieversorgung 22,3 Milliarden Kilowattstunden elektrischer Strom erzeugt. Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, ging damit die Bruttostromerzeugung gegenüber 2002 um ein Fünftel zurück.

Ursache für diese überdurchschnittliche Abnahme der hessischen Eigenproduktion, die durch zusätzliche Lieferungen außerhessischer Energieversorger kompensiert wurde, seien länger andauernde Wartungsarbeiten am Kernkraftwerk Biblis gewesen. Damit hätte sich auch der Anteil der Kernenergie am Energieträgermix gegenüber dem Vorjahr von 62 Prozent auf 50 Prozent verringert. Weitere 31 Prozent der Erzeugung entfielen auf die Energieträger Stein- und Braunkohle (2002: 23 Prozent), zwölf Prozent auf Erdgas (2002: acht Prozent) sowie fünf Prozent auf Wasserkraft (2002: vier Prozent). Der Rest verteilte sich auf andere Energieträger, wie Abfall, Windkraft oder Mineralöle.

Besonders reduziert hatte sich die Bruttoerzeugung aus Wasserkraft, weil es in Hessen geographisch bedingt kaum Laufwasser- oder Speicherwasserkraftwerke gibt. Die Pumpspeicherwerke geben jedoch nur in Spitzenbelastungszeiten Strom ab. Bedingt durch den trockenen Sommer 2003 ergab sich für die Wasserkraft insgesamt ein negativer Saldo von zehn Millionen Kilowattstunden.

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