Preissteigerungen

Weniger kostenlose Retouren beim Online-Kauf

Retouren beim Online-Kauf dürften künftig den Kunden öfter als bisher Geld kosten.

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Retouren beim Online-Kauf dürften künftig den Kunden öfter als bisher Geld kosten. Grund dafür ist der Wegfall der sogenannten "40-Euro-Klausel". Bisher gilt (kurz gefasst): Verbraucher können bei einem Online-Kauf die Ware innerhalb von 14 Tagen zurückschicken. Bei einem Bestellwert von über 40 Euro muss der Händler die Kosten einer Rücksendung grundsätzlich übernehmen.

Kostenlose Retouren fallen bei vielen weg

Ab Juni 2014 soll diese Regel nicht mehr gelten, ein Teil der Neuregelung des Fernabsatzgesetzes. Der Kunde hat dann grundsätzlich, unabhängig vom Warenwert, die Kosten der Retoure zu tragen. Gut ein Drittel der Online-Verkäufer will mit dem Ende der Klausel die Kosten für die Rücksendung tatsächlich auf den Kunden übertragen und keine kostenlose Retoure mehr anbieten, hat das E-Commerce-Center Köln (ECC Köln) ermittelt. Ein knappes weiteres Drittel hat sich noch nicht entschieden. Nur etwa zehn Prozent der Händler wollen Rücksendungen weiterhin konsequent kostenlos ermöglichen.

Was denken die Online-Käufer?

Eine Befragung des ECC zum Thema zeigt, dass Käufern die Möglichkeit der kostenlosen Rücksendung wichtig ist. Fast 65 Prozent der Befragten gab an, dass sie nicht weiter in Online-Shops einkaufen würden, wenn sie in diesen für Retouren selbst zahlen müssten. Nur 14 Prozent finden es grundsätzlich in Ordnung, wenn der Käufer die Rücksendung bezahlt. Dennoch würden zwei Drittel der Kunden nicht weniger Waren zurücksenden. Die Hälfte der Verbraucher gibt zudem an, im Falle einer kostenfreien Rückgabe-Möglichkeit in einer Filiale diese auch nutzen zu wollen.

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