Preissteigerungen

Weltweite Kostenexplosion durch Hochwasserschäden zu erwarten

Die erschreckenden Bilder aus dem verregneten Frühsommer sind immer noch in den Köpfen der Menschen, und nicht nur die unmittelbar Betroffenen werden sie noch lange beschäftigen.

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Die erschreckenden Bilder aus dem verregneten Frühsommer sind immer noch in den Köpfen der Menschen, und nicht nur die unmittelbar Betroffenen werden sie noch lange beschäftigen. Einer Studie der Weltbank zufolge sind künftig viel höhere finanzielle Schäden durch Flutkatastrophen zu erwarten als derzeit.

Weltweit steigen Kosten durch Flutkatastrophen

Die im Fachjournal Nature Climate Change veröffentlichte Studie der Weltbank zeigt auf, dass insbesondere Küstenstädte mit dramatisch höheren Kosten werden rechnen müssen, um Flutschäden zu begleichen bzw. um schlimme Schäden zu verhindern. Wenn nicht massiv in den Hochwasserschutz investiert würde, könnten laut der Studie die Folgeschäden durch Überflutungen auf über eine Billion US-Dollar regelrecht explodieren. Zum Vergleich: 2005 lagen die Kosten in den weltweit 136 größten Hafenstädten "nur" bei sechs Milliarden Dollar. Wie so oft werden vor allem Menschen in ärmeren Regionen unter den Folgeschäden zu leiden haben.

Woran auch in Deutschland kein Weg vorbeiführt

Insbesondere die Metropolen Guangzhou in China und Mumbai in Indien, aber auch etliche US-Küstenstädte würden Milliarden zusätzlicher Kosten schultern müssen - nicht nur wegen des zu erwartenden steigenden Meeresspiegels, sondern auch wegen der Landerosion und aufgrund steigender Einwohnerzahlen, so dass mehr Menschen zu Schaden kommen würden als derzeit. Zwar stehen dem Bericht zufolge keine deutschen Städte auf den vordersten und damit verletzlichsten Plätzen, jedoch gilt im Prinzip genau das Gleiche auch für Deutschland, was die Autoren den Regierungen der besonders gefährdeten Regionen mit auf den Weg geben: Der Hochwasserschutz muss dringend verstärkt werden, und zwar nicht nur mithilfe höherer und festerer Dämme, sondern auch durch Bereitstellung zusätzlicher Flächen, die im Notfall geflutet werden können.

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