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Wegfall der EEG-Umlage: CO2-Preis treibt Energiekosten in die Höhe

Auch wenn die EEG-Umlage wie vom Bundesumweltamt geplant wegfallen würde, müssen Haushalte in Deutschland im Schnitt mehr für Energie bezahlen. Das liegt einer Berechnung von Verivox zufolge an der Entwicklung des CO2-Preises.

29.03.2021, 10:06 Uhr
Energietarife© Sergej Toporkov / Fotolia.com

Um die privaten Haushalte bei den Energiekosten zu entlasten, plant das Bundeswirtschaftsministerium eine Abschaffung der EEG-Umlage in den kommenden Jahren. Dennoch wird ein Durchschnittshaushalt wegen des neuen CO2-Preises, der das Heizen und Autofahren verteuert, künftig mehr für Energie bezahlen. Das hat eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox ergeben.

EEG-Umlage liegt aktuell bei 6,5 Cent prokWh

Die EEG-Umlage wird zur Finanzierung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien verwendet. Sie liegt aktuell bei 6,5 Cent/kWh (netto) und macht rund ein Viertel des Strompreises aus. Im Jahr 2022 soll sie auf 6 Cent/kWh abgesenkt werden, erklären die Experten des Vergleichsportals. Ein durchschnittlicher Haushalt, der laut Statistischem Bundesamt einen jährlichen Stromverbrauch von 3.113 kWh hat, bezahlt demnach dann rund 222 Euro (brutto) EEG-Umlage pro Jahr.

"Würde die EEG-Umlage schon im kommenden Jahr gänzlich abgeschafft, würden die Stromkosten der Haushalte deutlich sinken", sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. "Doch durch den neu eingeführten CO2-Preis, der für das Heizen und Autofahren entrichtet wird, ergäbe sich für einen durchschnittlichen Haushalt schon im Jahr 2023 unter dem Strich eine Mehrbelastung bei den Energiekosten."

CO2-Preis steigt nach und nach

Anstatt durch die EEG-Umlage sollen die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien unter anderem durch den CO2-Preis auf fossile Brennstoffe gedeckt werden. Dieser steigt von 25 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2021 schrittweise auf 55 Euro pro Tonne im Jahr 2025 an. Danach soll der Preis mindestens 55 Euro und höchstens 65 Euro betragen.

Wie hoch sind die Mehrkosten durch den CO2-Preis?

Im Jahr 2022 liegen die Kosten aus dem CO2-Preis den Berechnungen von Verivox zufolge für einen durchschnittlichen Haushalt bei rund 194 Euro. Würde die EEG-Umlage bereits im kommenden Jahr abgeschafft, würde das eine Entlastung von 28 Euro pro Jahr bedeuten.

Bereits im Jahr 2023 müsse der durchschnittliche Haushalt jedoch 227 Euro für den CO2-Preis aufwenden. Abzüglich der abgeschafften EEG-Umlage (Basisjahr 2022) bedeute das Mehrkosten von 5 Euro.

In den beiden darauffolgenden Jahren stiegen die Kosten aus dem CO2-Preis zunächst auf 291 Euro und dann auf 356 Euro. In der Differenz zur weggefallenen EEG-Umlage lägen die Mehrkosten bei 69 Euro im Jahr 2024 und bei 134 Euro im Jahr 2025.

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