DSW-Vertrag unterzeichnet

Weg zur neuen Thüga Aktiengesellschaft ist geebnet

Die CONTIGAS AG wurde jetzt in die Thüga AG eingegliedert. Damit sind nun 120 Unternehmen und 20 000 Mitarbeiter vereinigt.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Hauptversammlungen der Thüga Aktiengesellschaft und der CONTIGAS Deutsche Energie-Aktiengesellschaft haben kürzlich die Ausgliederung des CONTIGAS Geschäftsbetriebes in die Thüga beschlossen. Ein Vertrag zwischen der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. der CONTIGAS Deutsche Energie-Aktiengesellschaft, der Thüga Aktiengesellschaft sowie - als Mehrheitseignerin beider Gesellschaften - der E.ON Energie AG räumt Aktionären die Möglichkeit ein, in einem schiedsgerichtlichen Verfahren die für die Ausgliederung relevanten Bewertungen überprüfen zu lassen. Einer Überprüfung hatten CONTIGAS/Thüga bereits vor den Hauptversammlungsbeschlüssen freiwillig zugestimmt.

Nachdem der Vertrag mit der DSW in der letzten Woche unterzeichnet wurde, rechnen die Beteiligten mit einer zügigen Einbringung des Geschäftsbetriebes der CONTIGAS in die Thüga. Zu den bestehenden 65 Beteiligungen der Thüga Aktiengesellschaft an Energieversorgungsunternehmen kommen damit weitere 40 Energiebeteiligungen und sechs Betriebe der CONTIGAS hinzu. Insgesamt wird durch diesen Prozess das Grundkapital der Thüga um 41,9 Millionen Euro erhöht. Im Gegenzug erhält die CONTIGAS eine etwa 19-prozentige Beteiligung an der neuen Thüga.

CONTIGAS und Thüga waren schon immer im gleichen Marktsegment - dem kommunalen Energiemarkt - tätig und verfolgten ähnliche unternehmerische Ziele. Einer Verbindung beider Gesellschaften stand vor dem Hintergrund der vollzogenen Fusionen von VEBA/VIAG und ihren Energietöchtern PreussenElektra/Bayernwerk nichts mehr im Wege: Die entstandene E.ON Energie AG ist bei Thüga und CONTIGAS Mehrheitsaktionär. Bereits im April des Jahres ist die Realteilung der rhenag Rheinische Energie AG vollzogen worden. Dieser Schritt hat sich als Folge der kartellrechtlichen Auflagen aus den Fusionsverfahren von VEBA/VIAG und RWE/VEW ergeben. Der entstandenen Thüga Beteiligungen AG sind sämtliche Beteiligungen der rhenag (alt) in Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen zugeordnet.

Auch mit den Akquisitionserfolgen ist man im Haus Thüga zufrieden. In den zurückliegenden 18 Monaten hätten sich elf Kommunen für die Thüga als Beteiligungspartner entschieden. Neu in der Thüga-Gruppe sind unter anderem die Stadtwerke von Chemnitz, Pforzheim und Wiesbaden. Darüber hinaus hat Thüga die Anteile (11,95 Prozent) der RWE POWER AG an der Berliner GASAG übernommen. Dieses Engagement will Thüga im Jahr 2002 auf gut 24 Prozent aufstocken.

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