Grundsteinlegung

Wasserkraft: Rheinkraftwerk Iffezheim wird erweitert

Im Rheinkraftwerk Iffezheim wurde am Montag der Grundstein für den Zubau einer fünften Maschine gelegt. Damit soll eines der größten Laufwasserkraftwerke Europas entstehen. Das Kraftwerk soll regenerativ erzeugten Strom für über eine halbe Million Menschen liefern.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Karlsruhe/Iffezheim (red) - Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Günther Oettinger, haben EnBW und EDF am Monag den Grundstein für den Zubau einer fünften Maschine im Rheinkraftwerk Iffezheim gelegt.

Durch die Erweiterung um eine 5. Maschine mit einer Leistung von 38 Megawatt wird sich die durchschnittliche Stromjahresproduktion des Rheinkraftwerks Iffezheim um 122 Millionen Kilowattstunden auf 862 Millionen Kilowattstunden regenerativen Stroms erhöhen. Über eine halbe Million Menschen können damit versorgt werden. "Dies bedeutet zugleich auch eine Einsparung von rund 800.000 Tonnen CO2 durch Strom aus regenerativer Wasserkraft", betonte EnBW-Technik-Vorstand Hans-Josef Zimmer.

Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Stromerzeugung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent zu steigern, betonte Ministerpräsident Oettinger in seiner Ansprache. Dies erhöhe die Versorgungssicherheit des Landes, weil dadurch die Energieversorgung auf eine breitere Grundlage gestellt werde, erläuterte der Regierungschef.

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