Klimaschutz konkret

Was Stromsparen schon im Kleinen bewirkt

Wo Geräte auf Standby oder im Dauereinsatz sind, geht viel Energie verloren. Dass Energie sparen aber nicht unbedingt Knowhow und Zusatzkosten erfordert, sondern vielmehr Umdenken, zeigt ein Beispiel aus einer Bremer Arztpraxis. Dort haben neue Routinen zu erheblichen Einsparungen geführt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Bremen (red) - Dazu Angela Lenz vom Herzzentrum Bremen: "Wir haben eine Energieanalyse durchführen lassen, um zu prüfen, ob Klimaschutz und tägliche Arbeitsabläufe stärker miteinander verzahnt werden können", erklärt Lenz. Das Ergebnis: Bereits kleine Maßnahmen hätten enormes Einsparpotenzial bewirkt.

Stromfresser wurden ausgetauscht

Rund zwei Tage lang werteten vor knapp einem Jahr eine Klimaschutzagentur und ein Ingenieurbüro den Energieverbrauch der Kardiologisch-Angiologischen Praxis am Herzzentrum aus. "Ein Wäschetrockner und ein alter Kühlschrank wurden als Stromfresser entlarvt und durch Geräte einer besseren Energieeffizienzklasse ausgetauscht", so Lenz. Als Beauftragte für Arbeitsschutz und Qualitätsmanagement habe sie aber vor allem auf nachhaltige Prozesse Wert gelegt: "Die Agentur zeigte uns Wege auf, bewusster mit Energien umzugehen." In einem Jahr habe die Praxis allein durch Geräteaustausch und Verhaltensänderung rund 4.000 Kilowattstunden eingespart.

Strom sparen mit vielen kleinen Maßnahmen

In erster Linie waren es die kleinen Dinge, die in der Summe viel Strom verbrauchten. "Das waren alltägliche Handlungen, die durch Routine nicht mehr bewusst durchgeführt wurden", erklärt Lenz. Im Endeffekt habe bereits ein umsichtiges Verhalten zu Einsparungen geführt. "Nach offiziellem Praxisschluss fahren wir nun alle Rechner runter und schauen, ob alle Lampen und Klimaanalagen ausgeschaltet und Fenster geschlossen sind. Nur die Geräte, die wir für den Notdienst benötigen, bleiben im Standby-Modus." Das erfordere eine kontinuierliche Sensibilisierung. Lenz: "Die Bereitschaft, bewusst mit Ressourcen umzugehen, ist grundsätzlich vorhanden." Die Umsetzung müsse aber stets hinterfragt und optimiert werden. Dass sich der Einsatz lohne, beweise der Blick auf die Stromkosten, die sich deutlich verringert hätten.

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