Preissteigerungen

Warum die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm teurer wird

Einem Zeitungsbericht zufolge wird die bereits in Angriff genommene Bahnstrecke zwischen Wendlingen und Ulm knapp 370 Millionen Euro teuer als bislang veranschlagt.

Autokauf© freezeframe / Fotolia.com

Einem Zeitungsbericht zufolge wird die bereits in Angriff genommene Bahnstrecke zwischen Wendlingen und Ulm knapp 370 Millionen Euro teuer als bislang veranschlagt. Und warum? Offenbar wurde "vergessen", die Inflation einzurechnen - genau wie bei Stuttgart 21.

13 Prozent mehr

Dies will die Stuttgarter Zeitung unter Berufung auf einen Bericht der Deutschen Bahn zu den konzerneigenen Großprojekten erfahren haben. Statt den bislang veranschlagten 2,89 Milliarden Euro sei nun von 3,259 Milliarden die Rede, also rund 13 Prozent mehr als bisher. Wo das Geld dafür herkommen soll, ist offenbar noch völlig unklar. Ein Bahn-Sprecher wies die Kostensteigerung indes auf Anfrage zurück.

Ein Déjà-vu

In dem Bericht, der der Zeitung nach eigenen Angaben vorliegt, werde als Grund für die Kostenexplosion die "Abbildung des Nominalwertes" genannt, am Realwert ändere sich nichts. Somit hätte die Bahn die Gesamtkosten des Projektes schöngerechnet, die Inflationsrate also einfach außen vor gelassen. Dieser Vorwurf wird indes nicht zum ersten Mal erhoben. Schon mehrfach hatten Kritiker moniert, die Bahn rechne die Inflation heraus - was ja auch bei der Finanzierung für Stuttgart 21 der Fall war. Auch bei dem Tiefbahnhof hatten 2007 die Bahn und der damalige Ministerpräsident Günter Oettinger einräumen müssen, die Inflation unberücksichtigt gelassen zu haben.

Ausführliche Infos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Top