DVG-Forderungen überzogen

VIK: Zu hohe Mehrkosten beim Strom durch Gesetze

Aus Sicht des VIK spiegelt die Rechnung der DVG überzogene Mehrkosten für Erneuerbare Energien und die Kraft-Wärme-Kopplung wider.

22.06.2001, 11:06 Uhr
Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) hält eine Belastung der Stromkunden bedingt durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-Gesetz) in Höhe von durchschnittlich 0,18 Pfennig pro Kilowattstunde für angemessen. Bei den Mehrkosten durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) können die Belastungen je nach Region sogar auf Null absinken.

Die Jahresabrechnung 2000 der Deutschen Verbundgesellschaft (DVG) sei dahingegen zu hoch und spiegele andere, aus Sicht des VIK überzogene, Mehrkosten wider. Bei der DVG-Berechnung ergeben sich aufgrund des KWK- Gesetzes und des EEG Mehrkosten von insgesamt knapp einem Pfennig pro Kilowattstunde, wobei das KWK-Gesetz dabei mit 0,43 Pfennig pro Kilowattstunde und das EEG mit 0,48 Pfennig pro Kilowattstunde zu Buche schlägt. Die von der DVG vorgelegte Berechnung der Belastungen von Stromverbrauchern ist nach Ansicht des VIK unvollständig und verschweigt wichtige Faktoren, die zu einer deutlichen Ermäßigung der gesetzlichen Kosten führen würden. So dürfe laut VIK nur tatsächlicher KWK-Strom nach dem KWK-Gesetz gefördert werden. Jede Einbeziehung von Kondensationsstrom widerspreche dem Gesetz. Auch sei eine Umlage der Mehrkosten auf Basis des insgesamt verbrauchten Stroms vorzunehmen. Bei der Berechnung der EEG-Mehrkosten dürfe zudem nicht verschwiegen werden, dass mit diesem Gesetz eine vorher gültige Regelung, die ebenfalls Kosten verursachte, abgeschafft wurde. Durch den Wegfall des alten Stromeinspeisungsgesetzes entstehe der Stromwirtschaft eine jährliche Entlastung von etwa 1,3 Milliarden DM. Zudem sei ein bestimmter Marktwert des geförderten EEG-Stroms zu berücksichtigen, argumentierte der VIK. Der Verband rät vor diesem Hintergrund allen Stromkunden zu einer genauen Gegenrechnung der geforderten Zuschläge.

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