Oligopol

VIK: Strompreise auf dem Weg zum Rekordhoch

Die Stromversorger würden mit allen Mitteln den Börsenpreis als Referenz für alle Stromverträge mit Industrie und Gewerbe auch außerhalb des Börsengeschehens durchsetzen, begründete der VIK die derzeit hohen Strompreise. Stromangebote der Unternehmen im jeweiligen "Stammgebiet" des Anderen blieben zudem aus.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Essen (red) - Die kommenden Tage werden die höchsten Terminmarktpreise bringen, die die Strombörse EEX jemals gesehen hat, befürchtet der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK). Das sei eine düstere Aussicht für die Stromkunden aus Industrie und Gewerbe.

Ursache für den Anstieg seien die steigenden Stromgroßhandelspreise an der EEX im März 2005. Im Durchschnitt seien die Futurepreise der folgenden vier Quartale gegenüber dem Vormonat für Grundlaststrom um 1,73 Euro pro Megawattstunde (5,23 Prozent) und für Spitzenlaststrom um 1,76 Euro pro Megawattstunde (3,94 Prozent) gestiegen. Der VIK-Strompreisindex für Mittelspannungskunden in der Industrie habe allein im April 2005 um 3,05 Prozent gegenüber dem Vormonat angezogen.

Die Stromversorger setzten mit allen Mitteln den Börsenpreis als Referenz für alle Stromverträge mit Industrie und Gewerbe auch außerhalb des Börsengeschehens durch. Flankiert würden die hohen Börsenpreise durch ausbleibende Stromangebote der Unternehmen im jeweiligen "Stammgebiet" des Anderen, bemängelt der VIK. Das kommende EnWG müsse diese katastrophalen Zustände auf der Produzentenseite im Auge behalten und diskriminierungsfreien Wettbewerb zumindest in den Leitungen durchsetzen.

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