Lebensversicherung

Viele wissen nicht, dass ihnen Steuervorteile zustehen

Dass die Altersvorsorge auch Steuervorteile bringen kann, wissen anscheinend nur die wenigsten Deutschen. So gibt es beispielsweise Steuer-Boni zur Förerung. Was viele zudem auch noch nicht wissen, ist, dass sich die staatliche Förderung zum Jahreswechsel hin verschlechtern wird.

02.11.2011, 12:32 Uhr
Geld© svort / Fotolia.com

Köln (dapd/red) - Eine Umfrage der Gothaer Lebensversicherung ergab jetzt, dass knapp 20 Prozent der Befragten überhaupt nichts von einer steuerlichen Förderung der privaten Altersvorsorge wissen. Nur 18,4 Prozent ist klar, dass die Vorsorge mit einer Kapitallebensversicherung steuerlich begünstigt ist.

Bedingungen verschlechtern sich ab 2012

Die steuerliche Förderung von Vorsorgeprodukten wird sich zudem zum Jahreswechsel 2012 verschlechtern. Denn bisher wird bei der Auszahlung der Lebensversicherungssumme ab dem 60. Lebensjahr nur die Hälfte besteuert - ab 2012 müssen Sparer mindestens 62 Jahre alt sein, um in den Genuss des Steuervorteils zu kommen.

Auch der Garantiezins ändert sich im nächsten Jahr

Genau so ist es auch bei steuerlich geförderten Altersvorsorgeprodukten wie Riester- und Rürup-Renten oder der betrieblichen Altersvorsorge: Nur noch bei Abschluss im Jahr 2011 ist der Auszahlungsbeginn bereits ab dem vollendeten 60. Lebensjahr möglich - ab 2012 steigt die Altersgrenze auch hier um zwei auf 62 Jahre.

Hinzu kommt, dass sich ab 2012 auch die Höhe des Garantiezinses für Versicherungen ändert. Wer 2011 noch eine Versicherung abschließt, kommt für die gesamte Vertragsdauer in den Genuss des bisherigen Garantiezinses in Höhe von 2,25 Prozent - ab 2012 sinkt dieser auf nur noch 1,75 Prozent.

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