Kurzzeit-Versicherung

Versicherung kurz vor Reiseantritt: Neues Angebot per App

Eine Versicherung kurzfristig genau dann abschließen, wenn man sie braucht: Das Start-up One Insurance hat eine App eingeführt, die Reisenden eine Kurzzeit-Versicherung beispielsweise am Flughafen anbietet. Die App erkennt per GPS, wo sich der Nutzer gerade befindet.

Smartphone und Stadtplan© Antonioguillem / Fotolia.com

Berlin/Vaduz - Das Berliner Versicherungs-Start-up One Insurance will mit einem neuen App-Angebot einen "Paradigmenwechsel" im Versicherungswesen einläuten. Ab Montag können Bestandskunden auf eine neuartige Kurzzeit-Reise-Sachversicherung zugreifen, kündigte das Unternehmen an. Beim Betreten etwa eines Flughafens oder Fernbahnhofs schlägt die Versicherung über die App automatisch eine individuell anpassbare Versicherung "Travel Light" vor. Die App erkenne über die GPS-Ortungsdaten automatisch, wo sich der Nutzer befinde, erklärte One-Chef Stephan Ommerborn.

Versicherung endet automatisch

Akzeptiert der Nutzer die angebotene Versicherung, müsse er noch Angaben etwa zur Deckungshöhe und Umfang für Sachgegenstände eingeben. Die Versicherung ende dann nach Abschluss der Reise automatisch. Bei einem Schadensfall will das Unternehmen innerhalb von 24 Stunden einen Ersatz gewährleisten.

Hausrat- und Haftpflichtversicherungen bei One Insurance

One Insurance, die zum Versicherungs-Start-up Wefox Group gehört, bietet seit gut einem Jahr auch Hausrats- und Haftpflichtversicherungen per App an, die mobil abgeschlossen werden können. Auf der Plattform sind mehr als 1.500 Versicherungsmakler aktiv. Inzwischen nutzten nach Angaben des Unternehmens rund 80000 Versicherungsnehmer die App.

Abgebot standortbasierter Angebote soll ausgebaut werden

One Insurance arbeite derzeit mit Mobilitätsprovidern zusammen, um das standortbasierte Angebot an ein breiteres Publikum zu adressieren, sagte Ommerborn. Die Technologie könne künftig auch in anderen Branchen neue Geschäftsfelder eröffnen. "E-Werke verschicken heute nur Strom-Rechnungen an ihre Kunden", sagte Ommerborn. Mit Sensor- und Standortdaten könnten dagegen Nutzungsszenarien analysiert und ganz individuelle Services angeboten werden.

Quelle: DPA

Top