Zulassung steht an

Versicherer rechnet mit mehr Unfällen durch E-Roller

Die Allianz rechnet damit, dass es durch E-Roller auf den Straßen deutlich mehr Unfälle geben wird. Um gefährliche Zusammenstöße zu vermeiden, sollten die Roller nicht auf Fußwegen fahren dürfen.

FahrradE-Roller gehören auf Fahrradwege, meint die Allianz.© monticellllo / Fotolia.com

Ismaning - Die Allianz erwartet durch E-Scooter deutlich höhere Unfallzahlen auf Deutschlands Straßen. "Wir gehen definitiv von einem Anstieg aus, sowohl bei Kollisionsunfällen als auch bei Alleinunfällen", sagte Jochen Haug, Vorstandsmitglied der Allianz Versicherungs-AG, am Donnerstag in Ismaning.

Langsame E-Roller dürfen auf Fußwegen fahren

Besonders drastische Zunahmen seien zu erwarten, wenn langsamere E-Roller in Zukunft auf Fußwegen fahren dürften. Der Grund: Bei Zusammenstößen und Stürzen komme es schnell zu schweren Kopfverletzungen. "Wir plädieren sehr stark dafür, dass der Gehweg ein Gehweg - und Fußgängern vorbehalten - bleibt", sagte Haug. Für die geplante Straßenzulassung ist vorgesehen, dass Roller, die nicht mehr als 12 km/h fahren, auf Fußwegen unterwegs sein dürfen.

E-Roller auf den Radweg - und nicht in Kinderhände

Zur Vermeidung von Unfällen sei es sinnvoller, den E-Rollern die Radwege zuzuweisen und bei nicht vorhandenen Radwegen die Fahrt auf der Straße vorzuschreiben - auch wenn dies gerade für junge Fahrer ebenfalls Risiken berge. Die Freigabe von E-Scootern bis zwölf Stundenkilometer ab einem Alter von zwölf Jahren beurteilte Haug kritisch. Die Wahrnehmungsfähigkeit sei in diesem Alter noch nicht ausreichend ausgeprägt, was sich etwa auf die Einschätzung von Geschwindigkeiten auswirke.

Quelle: DPA

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